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Editorial

Vom Konzept zur Realität

Seit der Einführung der Fließbandmontage durch Henry Ford vor 100 Jahren haben sich die Produktion und insbesondere die Produkte maßgeblich verändert. Während bei den ersten Fahrzeugen jedes wie das andere war, ist heute ganz gewollt kein Fahrzeug wie das andere. Vergleicht man nun die Produktionssysteme, erkennt man, dass durch die Änderung zur Losgröße 1 die Fertigung keinen vergleichbaren Evolutionsschritt gemacht hat. Die Folge sind starre und monolithische Fertigungslinien, welche durch geringe Stückzahlen nicht selten zu Gewinneinbußen führen.

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Robotik-Reich der Mitte

Die Robotik hat sich auch abseits der Automobilindustrie zu einem Kernelement zukunftsfähiger Automatisierungslösungen entwickelt. In diesem Zug befreit sie sich aus ihrem ehemals starren Korsett, um mit neuer Flexibilität immer weitere Anwendungen und Branchen zu besetzen. Das verdeutlichen u.a. die jüngsten Zahlen für den chinesischen Robotermarkt.

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Herrscher der Technik?

Durch den Einsatz moderner Technik zieht die Robotik in neue Branchen und Applikationen ein. Die immer umfangreichere und leistungsfähigere Automatisierung hat aber eine Kehrseite: Sie wird auch immer komplexer. Es sind deshalb wirksame Mechanismen und Methoden gefragt, um die Technik auch weiterhin beherrschbar zu halten.

Hard Facts vs. Soft Skills

Mögen Applikationen noch so knifflig sein – Forscher und Ingenieure sorgen in aller Regel dafür, dass die Herausforderungen unserer Zeit technisch gelöst werden. Doch nicht alles ist eine Frage der Technik. So auch in der Robotik: Plötzlich geht es nicht mehr nur um Hard Facts wie Geschwindigkeit, Präzision oder Tragkraft, sondern zunehmend um Soft Skills wie Sozialverträglichkeit, Recht und Haftung oder Ethik.

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Die direkte und sichere Interaktion von Mensch und Maschine prägt die Branche: Kein Kongress ohne entsprechende Keynote, keine Fachmesse ohne entsprechende Neuvorstellungen. Doch im Gespräch mit den Anwendern zeigt sich: So einfach ist das nicht.

Nachdem die Menschen, die zwischen 1995 und 2010 geborgen wurden, als Generation Z bezeichnet werden, könnte die nächste Generation unter dem Kürzel R wie Robotik agieren.

Dass die Zeit reif war für unser neues Fachmagazin ROBOTIK UND PRODUKTION, das Sie, lieber Leser, in den Händen halten, belegen nicht nur die kürzlich veröffentlichen Rekordzahlen von IFR oder VDMA. Auch die fantastische Resonanz auf unsere Startausgabe zeugt davon.

In der smarten Fabrik wird der Roboter zum integralen Bestandteil. Als Treiber und Wirtschaftlichkeit wird er in den kommenden Jahren unzählige neue Einsatzgebiete und Applikationen erschließen und dabei auch den Mittelstand erobern.

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