Montagelinie aus dem Baukasten

Manuelle Montagelinie von Schnaithmann für Rucksacksauger von Sprintus
Manuelle Montagelinie von Schnaithmann für Rucksacksauger von SprintusBild: Schnaithmann Maschinenbau GmbH

Am Stammsitz im schwäbischen Welzheim hat Sprintus ein neues Montage- und Logistikzentrum gebaut, das die Produktions- und Lagerfläche nahezu verdoppelt hat. Die komplette Produktionsausstattung des neuen Montagezentrums stammt von Schnaithmann. Zu den dort hergestellten Produkten gehört auch ein mobiler Staubsauger, der auf dem Rücken getragen wird. Er wird zur Reinigung von Treppenhäusern, öffentlichen Verkehrsmitteln oder großen bestuhlten Sälen eingesetzt und ist auf geringes Gewicht und hohen Tragekomfort ausgelegt. Die Montage dieser Rucksacksauger erfolgt auf manuellen Handmontagelinien. „Hier spielt für die Werkerinnen und Werker die Ergonomie, die smarte Bereitstellung des Materials und eine abgestimmte Anordnung im Arbeitsfluss eine entscheidende Rolle“, erklärt Niclas Wolf, der bei Schnaithmann für den Vertrieb von flexiblen Profilsystemen zuständig ist und das Projekt betreut. „So wird am Arbeitsplatz zum Beispiel nur das Werkzeug, welches gerade benötigt wird, in Griffweite bereitgestellt.“

Die manuelle Montagelinie umfasst Tische mit entsprechender Materialbereitstellung und eine Rückführbahn für die Montagevorrichtung, damit im Fluss produziert werden kann. Das Material wird in passenden Behältern zugeführt und ist so vor Beschädigungen geschützt. So müssen deutlich weniger Bauteile aussortiert werden. Die anpassbare Beleuchtung ermöglicht eine einfache Sichtprüfung der Teile, um eventuelle Schäden sofort zu erkennen. „Wichtig sind schnelle Durchlaufzeiten, da die Montageprozesse sinnhaft auf der Linie abgebildet sind“, sagt Wolf. „Das Material kommt an der Linie in entsprechender Stückzahl an. Durch gezielte Bereitstellung von Werkzeugen und Bauteilen werden Lauf- und Rüstzeiten an der Linie eliminiert. Alle Prozesse wie Logistik, Produktion, Qualitätssicherung und Versand werden in einer Wertstromanalyse dokumentiert.“