
Das Modell Saros Z70 von Roborock soll eine neue Generation der Saugroboter einläuten. Denn in seinem Gehäuse befindet sich ein zusammengefalteter Roboterarm, der sich in jede Richtung drehen kann. Mit einem zwei Fingergreifer kann der Roboter bis zu 300g anheben. Ein eingebauter Gewichtssensor verhindert, dass schwerere Gegenstände angehoben werden. Der Arm lässt sich in der App aktivieren und verfügt sowohl über eine Nothalt-Funktion als auch eine Kindersicherung. Der Saros Z70 ist insgesamt mit drei Kameras ausgestattet. Die klassische Kamera an der Front, eine direkt im Greifarm integriert und eine nach oben gerichtete auf der rückwärtigen Seite des Saugroboters. Zusammen sollen sie für eine besonders präzise Objekterkennung und Höhenerkennung sorgen.
Neuer Formfaktor
Dafür benutzt der Roboter eine Kombination aus Laser- und Time-of-Flight-Sensoren (ToF) sowie Kameras. Die Basis dafür liefern Infineon und PMD Technologies mit dem ToF-Formfaktor Real3. Sie sendet 20-mal pro Sekunde über 21.000 Lichtsignale. Im Vergleich zu herkömmlichen Laser-Entfernungsmessern baut diese Entwicklung nach Angaben der beiden Unternehmen 100-mal kleiner, wodurch Platz für die Integration des versenkbaren Roboterarms geschaffen wird. Abstriche beim kompakten Design müssen dabei keine gemacht werden. Trotz des integrierten Arms ist das Gerät keine 8cm hoch, so dass es genauso wie andere Saugrobotermodelle selbst unter Schränken, Kommoden und Regalen sauber machen kann. Das Modell verfügt zudem über eine Wischfunktion, wobei die Pads sich bis zu 2,2cm ins Gehäuse heben. Weiterhin ist das Gerät mit Matter 1.4 kompatibel und bietet eine Such- bzw. Fotografier-Funktion für Haustiere.
Die Integration der ToF-Kamera von Infineon im Arm soll den präzisen und reibungslosen Betrieb des Roboterarms sicherstellen. Weiterhin verfügt das Gerät über einen vertikalen Laser an der Flanke, um möglichst nah entlang von Hindernissen arbeiten zu können. Durch die Kombination des Greifarms und einer KI-gestützten Software erweitert sich das Funktionsspektrum enorm. Denn neben staubsaugen und wischen, lassen sich Gegenstände beiseite schaffen oder für Ordnung sorgen. So erkennt und markiert der Roboter Gegenstände während der ersten Reinigungssitzung, die er anheben kann und kehrt dann in der zweiten Sitzung zu den ausgelassenen Bereichen zurück. Er kann störende Hindernisse beseitigen und ermöglicht dadurch den Zugang zu vorher blockierten Flächen.
Gegenstände erkennen
Der Roboter identifiziert zudem Gegenstände und bringt sie an bestimmte Orte. Dafür sind in der App bereits rund 100 Objekte vorprogrammiert. Zusätzlich können Anwender mit der KI-gestützten Erkennungstechnik bis zu 50 weitere Objekte in der App programmieren und benennen.
Über die App sind der Roboter und sein Arm sogar manuell steuerbar. Durch die smarte Software sollen ungewollte Aktionen (sogenannte False Positives) verhindert werden, z.B. dass der Roboter Papierabfälle in den Wäschekorb steckt oder Tierkot mit seinen zwei Fingern greift. Stattdessen sollen Anwender von vielen Vorteilen bei der Verwendung des Saugroboters profitieren, da der Roboterarm in der Lage ist, blockierende Objekte aus dem Weg zu räumen und Bereiche zu reinigen, die zuvor nicht zugänglich waren. Im Februar gab es ein Launch Event des Saugroboters in Deutschland. Wann er wirklich hierzulande zu kaufen ist, stand zum Redaktionsschluss allerdings noch nicht fest.
Aus der Redaktion: Mathis Bayerdorfer
Chefredakteur ROBOTIK UND PRODUKTION. Egal wie gut es sich im Text versteckt: Kein doppeltes Leerzeichen ist vor ihm sicher.















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