
Kostwein gehört zu den größten Auftragsfertigern in Europa. „Wir sind im Build-to-Print-Business tätig und produzieren komplette kundenspezifische Maschinen und Anlagen. Mit uns können sich die Kunden auf die Entwicklung ihrer Produktinnovationen konzentrieren, während wir für die Umsetzung über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg sorgen. Unsere großen Stärken sind die Diversifizierung und ein entsprechend weitreichendes Knowhow, wobei wir hier vor allem von unserem breitgefächerten Kundennetzwerk profitieren“, erklärt Geschäftsführer Stefan Kostwein.
Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 1.400 Mitarbeiter und fertigt an insgesamt zehn Standorten in Österreich, Kroatien, Italien, Indien und den USA eine Vielzahl unterschiedlicher Maschinen u.a. für die Verpackungsindustrie, Werkzeugmaschinen- und die Wellpappenindustrie. Darüber hinaus richtet Kostwein sein Augenmerk auf weitere Wachstumsmärkte wie z.B. die Halbleiterindustrie, die Pharmabranche, die Produktion von Batteriezellen und die Logistikbranche.

Konsequenter Ausbau der Automatisierung
Trotz der zahlreichen Krisen in den letzten Jahren investiert Kostwein weiterhin konsequent in die automatisierte Produktion, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und für die Kunden neue Fertigungskapazitäten zu schaffen. So installierte das Unternehmen 2021, also mitten in der Coronakrise, ein flexibles Fertigungssystem (FFS) von Fastems zur Verkettung von drei Werkzeugmaschinen von DMG Mori. Eine Besonderheit dieser Automatisierung ist sicherlich der zentrale Werkzeugspeicher (CTS: Central Tool Storage) von Fastems mit ca. 1.000 Werkzeugplätzen, mit denen die Bearbeitungszentren (BAZ) über Portalroboter mit Tools versorgt werden.
Doch es darf auch einige Nummern kleiner sein, denn Kostwein gehörte zu den ersten Unternehmen in der D-A-CH-Region, die es nicht nur beim Interesse für einen Flexible Pallet Tower bewenden ließen. Für die Besucher der EMO 2023 in Hannover zu sehen, denn dort stellte Fastems auf seinem Stand erstmals einen FPT-1000 vor. Leider schon verkauft an Kostwein, wie auf einem am Exponat befestigten Schild zu lesen war.
Bereits im Juni 2023 hatte das Unternehmen die Automatisierungslösung bestellt, die im Anschluss an die Messe die Reise nach Kärnten antrat. Im Januar 2024 wurde der FPT dann gemeinsam mit einem Fünfachs-Bearbeitungszentrum vom Typ Grob G552 bei Kostwein in Klagenfurt installiert.
Platzsparer für die Fünfachs-Simultanbearbeitung
Hierzu Thomas Baumann, Leiter Instandhaltungsmanagement von Kostwein: „Wir haben uns für diese Maschine entschieden, weil wir sie speziell zur Hochleistungszerspanung von Aluminium für Formenwerkzeuge benötigen, die wir u.a. in einer Fünfachs-Simultanbearbeitung fertigen. Da wir mit dem BAZ aufgrund von höheren Drehzahlen und daher höheren Bearbeitungsgeschwindigkeiten eine andere Fertigungsstrategie verfolgen, ist diese Maschine gewissermaßen von der restlichen automatisierten Produktion entkoppelt. Außerdem stand für uns von Anfang an fest, die Maschine so zu automatisieren, dass wir angesichts der zu fertigenden kleinen Losgrößen pro Auftrag ein hohes Maß an Flexibilität und Produktivität erreichen.“ Ein entscheidendes Argument für den FPT-1000 war aus Sicht von Kostwein in diesem Zusammenhang die große Speicherkapazität bei vergleichsweise geringem Platzbedarf des Palettenturms.
Hohe Spindellaufzeiten auf kleinem Raum
Die FPT von Fastems sind für eine unbemannte Fertigung mit Drei-, Vier- und Fünfachs-Fräs-/Drehzentren einschließlich vertikaler Fünfachsmaschinen ausgelegt und ermöglichen eine Produktion mit hoher Spindelauslastung auch bei hohem Teilemix. Erhältlich ist der FPT für Nutzlasten bis maximal 500kg pro Palette in den Maßen 300x300mm bis 500x500mm (FPT-500) und 1.000kg im Format 500x500mm bis 630x630mm (FPT-1000). Auf einer platzsparenden Fläche von 19m2 kann der FPT-1000 insgesamt 12 bis 24 Paletten in unterschiedlichen Höhen aufnehmen.















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