
Damit vorhandene Fachkräfte ihre Zeit gezielt für Programmierung, Rüsten und Qualitätskontrolle einsetzen können, entwickelt DMG Mori Fertigungslösungen entlang der Machining Transformation (MX). Diese ganzheitlichen Konzepte werden vom 24. bis 26. April auf der diesjährigen Hannover Messe vorgestellt. Basierend auf den Säulen Prozessintegration, Automation, Digitale Transformation (DX) und Grüne Transformation (GX) will das Maching-Transformation-Leitbild ein Fundament schaffen, das in anspruchsvollen Branchen wie Medical, Aviation & Space sowie Mobility eine langfristig wettbewerbsfähige Produktion gewährleistet. Insbesondere die automatisierte Fertigung ist in diesem Zusammenhang ein Thema, das DMG Mori mit einem breitgefächerten Portfolio vorantreibt. Die Lösungen werden unterschiedlichen Anforderungen gerecht und setzen schon im Bereich der kollaborativen Roboter an – sowohl für das Werkstück-Handling als auch für den Transport von Rohmaterial, Werkzeugen oder Spänen.
Zuverlässiges und wiederholgenaues Werkstück-Handling
Anstelle eines Bedieners übernehmen kollaborative Roboter vor allem einfache manuelle Tätigkeiten wie das Be- und Entladen von Maschinen. Sie eignen sich für kleine bis mittlere Losgrößen, was eine autonome Fertigung über mehrere Stunden hinweg ermöglicht. Das kommt einerseits den personellen Kapazitäten zugute, andererseits kann die Produktion so auch auf automatisierte Schichten ausgeweitet werden.
Eine bessere Maschinenauslastung steigert auch die Produktivität. Die Bauteilqualität profitiert ebenfalls von dem vollautomatischen Handling, weil Fehler durch manuelles Ein- und Ausspannen eliminiert werden. Typische Lösungen von DMG Mori finden sich hier in der Robo2Go-Baureihe – beginnend mit dem Robo2Go Open für Werkstücke bis 10kg. Der platzsparende und frei bewegliche Roboter lässt sich unkompliziert und flexibel vor einem Bearbeitungszentrum oder einer Drehmaschine positionieren. Gerade bei solchen Produkten ist eine einfache Bedienung entscheidend, um kurze Rüstzeiten zu realisieren. Hier punktet der Robo2Go Open dadurch, dass sein Training keine Roboterkenntnisse erfordert. Innovative Leichtbauweise & höchste Präzision: Der MPS 035L bietet flexibles Design, maximale Modularität und bis zu 500.000 Wechselzyklen. Perfekt für Maschinenbau, Kunststoffindustrie & Automation. Heben Sie Ihre Produktivität auf ein neues Niveau! ‣ weiterlesen
Roboter-Werkzeugwechsler MPS35L
Neuer MPS 35L erweitert die Stäubli Werkzeugwechsler-Baureihe
Während der Robo2Go Open als kollaborativer Roboter ausgelegt ist, ergänzt die Robo2Go-Baureihe die Fertigung als klassische Automationslösung und ermöglicht eine besonders flexible sowie schnell umsetzbare Automatisierung bestehender Prozesse. So übernimmt der Robo2Go 3. Generation das Handling von größeren Bauteilen mit bis zu 40kg Werkstückgewicht, den DMG Mori auf der diesjährigen Hausausstellung in Pfronten vorgestellt hat. Insbesondere die Speicherlösungen wurden neugestaltet. Eine Europalette im Standard erhöht die Kapazität um zwölf Prozent, der Schubladenspeicher wurde um 32 Prozent vergrößert. Darüber hinaus ist ein Paletten-Handling mit drei Europaletten erhältlich, das den Speicher um 50 Prozent erweitert. Dadurch lassen sich deutlich längere Phasen der automatisierten Fertigung und entsprechend mehr Zeit für anspruchsvolle Tätigkeiten in der Arbeitsvorbereitung realisieren.
Produktivität nachträglich steigern durch Retrofit
Da Investitionen in Werkzeugmaschinen und Automationslösungen sehr sorgfältig getätigt werden, kann DMG Mori den Robo2Go 3. Generation – ebenso wie andere Automationslösungen – auch nachträglich installieren. Im Rahmen des Automation Retrofit können Kunden ihre Produktivität zu einem späteren Zeitpunkt erhöhen, z.B. nachdem der eigentliche Fertigungsprozess umgesetzt wurde. Eine solche Nachrüstung kann das Unternehmen binnen weniger Tage umsetzen. Die Auslastung unterstützt eine zeitnahe Amortisation.
Automatisierte Logistik mit fahrerlosen Transportsystemen
Eine zweite Möglichkeit, Automationslösungen kollaborativ einzusetzen, sind die fahrerlosen Transportsysteme. Das Portfolio umfasst AMR-Werkstück-Handlings, PH-AMR-Modelle für den Transport von bis zu 1.600×1.250mm großen Paletten und AMR-Universal-Handlings, die das Werkzeug-Handling, den Materialtransport und die Späneentsorgung übernehmen. Die Gemeinsamkeit dieser Lösungen: Sie bewegen sich selbstständig auf dem Shopfloor. Eine sichere Navigation im Zusammenspiel mit Menschen gewährleisten Technologien von Sick und Siemens. Durch die freie Layoutgestaltung können die AMR-Modelle jederzeit in eine bestehende Produktion integriert werden, wo sie logistische Prozesse zwischen Paletten-, Material- oder Werkzeuglager und der Fertigung nachhaltig verbessern. Das hybride Greifsystem E-Gripper Wheel basiert auf Know-how aus über 200 installierten Anwendungen des international tätigen Anlagenbauers Eisenmann. ‣ weiterlesen
SMART & SMOOTH: Präzises Räderhandling
Mit den fahrerlosen Transportsystemen kann DMG Mori seine Fertigungslösungen noch ganzheitlicher betrachten, weil sowohl die eigentliche Bearbeitung als auch die umliegende Logistik automatisiert wird. Insbesondere in größeren Produktionen hat der Transport von Paletten, Material und Werkzeugen – üblicherweise per Gabelstapler oder Hubwagen – einen erheblichen Anteil am Gesamtprozess. Fahrerlose Transportsysteme fungieren an dieser Stelle als ein weiterer Weg, das Personal zu entlasten. Darüber hinaus sind sie skalierbar, sodass sie schrittweise erweitert werden können.
Mit kollaborativen Robotern in die Zukunft der Fertigung
Mit dem Zusammenspiel aus kollaborativen Robotern und autonomen Transportsystemen entwickelt sich die CNC-Bearbeitung zu einem flexiblen, effizient skalierbaren Produktionsumfeld. Unternehmen können ihre bestehenden Maschinenkapazitäten besser nutzen, Personal gezielt entlasten und damit den steigenden Anforderungen an Variantenvielfalt und Lieferperformance begegnen. Gleichzeitig entsteht eine Grundlage für zukünftige Fertigungskonzepte, in denen Automation und Fachwissen ineinandergreifen.















