
Gängige Cobots sind zwar flexibel, jedoch sind sie oft nicht sehr skalierbar, was bedeutet, dass sie möglicherweise nicht die erforderliche Leistung oder Geschwindigkeit für anspruchsvolle Fertigungsaufgaben bieten können. Zudem erfordern sie spezielle Sicherheitsvorkehrungen und Komponenten – etwa abgerundete oder weiche Greifer mit Kollisionsschutz oder -erkennung. Das bringt zusätzliche Kosten und Komplexität mit sich. Im Gegensatz dazu sind herkömmliche Industrieroboter zwar leistungsstark und effizient, jedoch wenig flexibel und teuer in der Anschaffung. Ihre starre Bauweise macht es schwierig, sie schnell und kostengünstig an neue Anforderungen anzupassen, was zu längeren Stillstandzeiten und höheren Betriebskosten führen kann.
Modulare Roboter vereinen beide Welten. Sie bieten die Flexibilität und Einfachheit von Cobots sowie die Leistungsfähigkeit und Effizienz von Industrierobotern, jedoch zu einem erschwinglichen Preis. Ihre modulare Bauweise ermöglicht es Unternehmen, schnell und kostengünstig auf veränderte Anforderungen zu reagieren, ohne Kompromisse bei der Leistung oder Sicherheit eingehen zu müssen. Das macht sie zu einer passenden Lösung für mittelständische Unternehmen, die nach einer effizienten und flexiblen Robotiklösung suchen.
Einsatzbereiche
Modulare Robotik findet in verschiedenen Bereichen der Fertigungsindustrie Anwendung. Zu den häufigsten Einsatzbereichen gehören:
- Montage: Modulare Roboter eignen sich für eine breite Palette von Montageaufgaben, von der Elektronik bis zum Maschinenbau. In der Elektronikindustrie können sie z.B. kleine Platinen sowie größere Baugruppen handhaben, positionieren und montieren.
- Schweißen: Sie sind ideal für Präzisionsschweißarbeiten, insbesondere in Bereichen, die Flexibilität, Genauigkeit und die Fähigkeit erfordern, sich schnell an verschiedene Schweißaufgaben anzupassen.
- Palettieren: Modulare Roboter können Produkte auf Paletten oder in Behälter stapeln, um sie für den Transport oder die Lagerung vorzubereiten – und können dabei schnell für verschiedene Aufgaben und Verpackungsformate umkonfiguriert werden.
- Qualitätskontrolle: Durch den Einsatz von hochauflösenden Kameras und Sensoren können modulare Roboter gut zur Qualitätskontrolle eingesetzt werden, um Fehler oder Mängel in den hergestellten Teilen zu identifizieren.
- Maschinenbeschickung und -bedienung: Insbesondere an CNC-Maschinen können modulare Roboter für die Beschickung mit Werkstücken sowie die Bedienung verwendet werden.
- Pick&Place: Diese Roboter können auch genutzt werden, um Produkte oder Bauteile von einem Ort zum anderen zu transportieren, etwa von einem Förderband zu einer Verpackungsmaschine.
Vorteile
Modulare Roboter, wie sie von RobCo entwickelt werden, bieten eine Vielzahl von Vorteilen für mittelständische Unternehmen. Aufgrund der austauschbaren Module und Konfigurationen lassen sie sich schnell anpassen, sei es durch die Umstellung auf neue Produkte, die Integration neuer Prozesse oder die Anpassung an geänderte Anforderungen. Diese Flexibilität ermöglicht es Unternehmen, lange Ausfallzeiten oder teure Neuanschaffungen zu vermeiden. Beispielsweise können modulare Roboter zunächst für eine Palettieraufgabe eingesetzt werden und später für das Beladen eines Förderbands in einer Produktionslinie. Durch die Anpassung bestehender Roboter mit neuen Modulen können Unternehmen zudem Kosten einsparen. Denn anstatt teure Neuanschaffungen tätigen zu müssen, können sie vorhandenen Ressourcen nutzen und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit ihrer Roboter verbessern.
Die Integration modularer Roboter in bestehende Produktionsumgebungen ist einfacher, als bei klassischen Lösungen. Mit standardisierten Schnittstellen und vordefinierter Konfigurationen können Unternehmen die Implementierung verkürzen und die Inbetriebnahme beschleunigen. Aufwändige Programmierung oder geschultes Fachpersonal sind aufgrund des No-Code-Ansatzes nicht erforderlich. Unternehmen können ihre Robotiksysteme darüber hinaus unkompliziert erweitern oder reduzieren, um sich an sich ändernde Produktionsanforderungen anzupassen – sei es durch die Einführung neuer Produkte, die Expansion des Geschäfts oder saisonale Schwankungen der Nachfrage. Diese Skalierbarkeit gibt Unternehmen die Möglichkeit, Investitionen anzupassen und die betriebliche Flexibilität zu erhöhen.
Smarte Sensorik
Durch die Integration von Sensoren in Modulteile wird moderne Kommunikation und Interaktion gewährleistet. Ein neuer Roboterarm kann die vorherigen Arbeitsabläufe übernehmen, da Sensoren präzise Anpassungen garantieren. Die kontinuierliche Datensammlung hinsichtlich Leistung und Bewegungen der Roboterarme erlaubt automatische Anpassung an neue Gegebenheiten. Sensoren ermöglichen auch die Erstellung eines digitalen Zwillings des Roboters für Arbeitsablaufanalysen und -anpassungen. Zudem lassen sich Daten wie Stromverbrauch jedes Moduls prüfen, um effiziente Nutzung sicherzustellen und Einsparungen zu identifizieren. Die modulare Bauweise der Roboter erleichtert die Wartung und Instandhaltung. Defekte Komponenten können einfach ausgetauscht und gewartet werden, ohne den gesamten Roboter außer Betrieb nehmen zu müssen. Das reduziert Ausfallzeiten und Produktionsunterbrechungen und trägt dazu bei, die Betriebskosten niedrig zu halten.















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