
Die Gründung des Robotics Institute Germany und die Fortschrittskonferenz zur KI-basierten Robotik des BMBF und des BMWI haben es gezeigt: Jetzt ist der richtige Moment für künstliche Intelligenz in der Robotik. Staatssekretär Udo Philipp erklärte dazu sogar: „Für den Industrie- und Wirtschaftsstandort Deutschland ist KI-basierte Robotik eine entscheidende technologische Stellschraube. Die Chancen sind enorm – für Hersteller, für Anwender, für entlastete Belegschaften und Privatpersonen.“
Erste Anwendungsbereiche sieht das Industrieauktionshaus Surplex sogar für den Gebrauchtmaschinenmarkt. Denn durch die Analyse von Betriebsdaten können KI-Systeme vorhersagen, wann Wartungsarbeiten nötig sind. KI soll zukünftig aber auch Verkaufstrends und vergangene Transaktionsdaten analysieren können, um zukünftige Nachfrageschwankungen vorherzusagen und den optimalen Verkaufszeitpunkt zu bestimmen. Sie soll Lieferkettenstörungen vorhersehen und effizientere Transportwege planen können. KI soll auch bestehende Produktionsprozesse analysieren können und dabei aufzeigen, wo Gebrauchtmaschinen effektiv zur Modernisierung, der Erweiterung der Einsatzbereiche oder der Effizienzsteigerung eingesetzt werden können. In der Zukunft soll es KI-Modellen sogar möglich sein, umfangreiche Datenanalysen zu nutzen, um den aktuellen Marktwert von Gebrauchtmaschinen zu bestimmen und realistische Preisempfehlungen zu liefern.
Erstaunliche neue Potenziale werden durch KI also nach und nach offensichtlich. In unserer Trendumfrage zum Thema KI hat die Redaktion von ROBOTIK UND PRODUKTION daher kritisch nachgefragt, in wie weit KI-basierte Robotiklösungen bereits fit für die Praxis sind, in welchen Bereichen der Robotik sie sich wohl am schnellsten etablieren lassen und wie schnell der Markt darauf reagieren wird. KI in der Robotik ist ein weites Feld, dass wir mit unserem Special zum Thema Digitalisierung näher beleuchten (ab S. 31). Dabei schauen wir nicht allein auf dieses Thema, sondern beschäftigen uns auch mit weiteren spannenden Aspekten der Digitalisierung, wie z.B. Simulation oder Betriebssysteme für Roboter.
Ein weiterer Schwerpunkt (ab S. 72) ist in der vorliegenden Ausgabe dem Thema Cobots gewidmet, denn auch hier ist der Weg noch nicht zu Ende gegangen. Besonders wenn es um die Frage der Sicherheit geht. So forscht das Fraunhofer IPA an einer computergestützten Risikobeurteilung für Cobots (S. 86). Das Tool Cara identifiziert automatisch mögliche mechanische Gefahren wie Klemmungen, Quetschungen oder Kollisionen, indem es analysiert, wie und wo Kontakte zwischen Mensch und Roboter möglich sind. Wer sich erst einmal grundsätzlich über die am Markt verfügbaren Cobot-Modelle informieren will, findet in der großen Marktübersicht alle hierzulande verfügbaren Cobot-Modelle (S. 74).
In diesem Sinn wünsche ich eine informative Lektüre.















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