
Vier Stunden völlig autark läuft der neue Pin-Setzautomat von MartinMechanic für die Elektronikfertigung. Für die reibungslose Zuführung und den Abtransport der Bauteile kommuniziert die Anlage mit der Bezeichnung MPA 242822 im WLAN-Netzwerk des Kunden mit der AMR-Flotte. Die zu bestückenden Steckergehäuse lagern in einem Bunker, der die Gehäuse vorab dosiert. Dadurch wird der nachgelagerte Vibrationsfördertopf immer gleich befüllt. Linearschienen führen die Bauteile der Vereinzelung zu, wo sie ein Scara-Roboter vom Typ Yamaha YK600 abholt und auf den Ausrichter steckt. Mit Hilfe einer Kamera wird die Lage erkannt, um das Bauteil entsprechend ausrichten zu können. Nun nimmt der Roboter das Steckergehäuse wieder auf und setzt es in den Montageschlitten, der das Bauteil unter den Pin-Setzkopf schiebt. Dieser kann zwischen zwei und zwölf Pins einpressen. Je nach Variante wird mit gekerbtem oder ungekerbtem Draht gearbeitet, wobei beim ungekerbtem Draht verschiedene Pin-Längen möglich sind. Anschließend fährt das bestückte Gehäuse unter der Kamera durch, um Anzahl und Lage der Pins zu kontrollieren. Die Gutteile werden vom Roboter entnommen, in eine Palette eingesetzt und über ein Förderband zur Weiterverarbeitung geschoben. Teile, die nicht korrekt bestückt sind, werden vom Roboter abgeworfen. Für die Versorgung der Montagezelle mit genügend leeren Paletten sorgt ein mobiler Roboter, der die befüllten Paletten auch wieder abholt, um sie im Produktionslager abzustellen. Die Automation macht es durch die Aufhebung der starren Verkettung von Setzen und Weiterverarbeitung der Pins möglich, den Fertigungsprozess zeitlich und räumlich zu entkoppeln. Dadurch wird der Produktionsfluss entzerrt. Eine Umstellung auf andere Gehäuseformen ist jederzeit durch einen Wechsel des Topfoberteils möglich.















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