Servicerobotik

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Mipa wurde entwickelt, um Menschen im Alltag zu entlasten, egal ob Haushalt, Pflege oder Einzelhandel. Bild: Neura Robotics GmbH

Mipa steht für ‚My intelligent Personal Assistant‘ und soll mehr sein als ein intelligenter Haushaltshelfer. Der Serviceroboter wurde vom Entwickler Neura Robotics als lernfähiger und vielseitiger Begleiter konzipiert, der mit Hilfe von KI und Sensorik die Umwelt selbständig wahrnehmen, dazulernen und Entscheidungen treffen kann.

Gerüstet mit diesen Eigenschaften soll der Roboter eine Vielzahl an Tätigkeiten im Haushalt übernehmen – von Staubsaugen, über Tisch decken bis zum Bettenwechsel. Auch in anderen Bereichen wie Pflegeeinrichtungen soll Mipa zum Einsatz kommen und Aufgaben übernehmen, die für Menschen körperlich anstrengend oder lästig sind.

Offene Schnittstellen

Das Herzstück des Serviceroboters ist die cloudbasierte KI-Plattform Aura, die mit der offenen Entwicklungsplattform Neuraverse verbunden ist. Darüber sollen Entwickler und Anwender künftig eigene Fähigkeiten für den Roboter programmieren können – als Vergleich führt Neura den App-Store von Smartphones auf. In diesem Sinne soll Mipa mit seinen Aufgaben wachsen und in neue Umgebungen integriert werden. Darüber hinaus ist es geplant, dass Anbieter aus den Bereichen Smart Home, Gesundheitstechnik oder Telekommunikation ihre Geräte und Dienste über standardisierte Schnittstellen mit dem Serviceroboter verknüpfen.

Modularer Aufbau

Auf technischer Seite vereint Mipa in der dritten Generation alle Voraussetzungen für Serviceroboter: zwei feinmotorische Roboterarme, autonome Navigation, multimodale Sensorik und die Fähigkeit zur Interaktion über Sprache, Mimik und Gestik. Der Roboter ist bewusst modular aufgebaut, so dass sich Hardware und Fähigkeiten erweitern und individuell an den jeweiligen Einsatzbereich und die dort gewünschten Eigenschaften anpassen lassen. Um einen unkomplizierten Einsatz im Haushalt zu gewährleisten, will Neura den Serviceroboter mit einer intuitiv zu bedienenden Konfigurationsoberfläche ausliefern.

Apropos ausliefern: Mipa steht laut Hersteller schon in den Startlöchern. Die Auslieferung soll in Kürze beginnen. Interessierte können sich ihr Exemplar mit einer symbolischen Anzahlung reservieren.

Aus der Redaktion: Mathis Bayerdorfer
Chefredakteur ROBOTIK UND PRODUKTION. Egal wie gut es sich im Text versteckt: Kein doppeltes Leerzeichen ist vor ihm sicher.