
Das 10. Jubiläum der Fachzeitschrift ROBOTIK UND PRODUKTION ist eine gute Gelegenheit zur Gratulation und zur Freude, das bereits Erreichte zu würdigen und gleichzeitig in die Zukunft zu schauen. Die Zeitschrift dient Fachexperten und Vertretern der Robotik-Community als zuverlässige Informationsquelle über Neuheiten, Branchenereignisse und angesagte Entwicklungen. Die industrielle Steuerungstechnik als Schlüsseltechnologie bildet die Basis für die Robotikthemen der Zukunft und ist wichtiger Bestandteil unserer langjährigen Forschungsarbeit. In meiner Tätigkeit als Brückenbauer zwischen Wissenschaft, Forschung und Industrie war das Medium stets relevanter Ort und Anlaufstelle für Diskussionen und Veröffentlichungen, die einen aktuellen Bezug zu unserer Arbeit am Institut für Steuerungstechnik (ISW) aufweisen.
Unser Institut beschäftigt sich mit jenen Themen der industriellen Steuerungstechnik, die nah am Puls der Zeit sind und möchte durch die Forschungsarbeit Roboter schneller, genauer, langlebiger, empfindsamer etc. machen. Umso erfreulicher ist es, in ROBOTIK UND PRODUKTION einen verlässlichen Partner gefunden zu haben, der sich für die gleichen Themenfelder stark macht wie wir. Um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken, setzen wir uns intensiv mit der Fragestellung auseinander, wie die Robotik zur Reduzierung des Fachkräftemangels beitragen kann. Wie können trotz oder gerade wegen einer fortschreitenden Automatisierung, zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen und gesichert werden?
ROBOTIK UND PRODUKTION wirkt in diesem Umfeld wie ein fachlicher Kompass. Das Magazin ordnet Entwicklungen ein, schafft Transparenz und fördert den sachlichen Diskurs in den Fachverbänden. Gerade in einer Phase technologischer Beschleunigung ist diese Orientierung von besonders großem Wert. Die kommenden Jahre bieten die Chance, die Robotik und Steuerungstechnik weiter als tragende Säulen des Wirtschaftsstandorts Deutschland, gerade auch mit einem Fokus auf kleinere, mittelständische Unternehmen, zu verankern. Treten wir gemeinsam ein für starke Netzwerke und geteiltes Wissen – lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft aktiv gestalten. Weitere zehn Jahre liegen vor uns – nutzen wir diese.
Prof. Dr.-Ing. Alexander Vogel
ISW an der Universität Stuttgart

Zehn Jahre ROBOTIK UND PRODUKTION – herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Etablierung im Fachzeitschriftenmarkt! Eine Dekade ist eine lange Zeit und an vieles „von damals“ erinnern wir uns gerne – besonders natürlich an jene Themen, die der Robotik neuen Auftrieb gegeben haben und sie auch in Zukunft prägen werden.
- KI schlägt AlphaGo-Weltmeister
Ein zentrales Thema ist die künstliche Intelligenz, über die 2016 kaum jemand sprach. Zwar war die Technologie damals in Nischen bereits überlegen, wie der Sieg einer KI beim Spiel AlphaGo in dem Jahr eindrucksvoll bewies. Für den breiten Einsatz der KI in der physischen Welt fehlten jedoch noch entscheidende Fortschritte. Dennoch wurden die Grundlagen für das heute Mögliche geschaffen, insbesondere durch die Entwicklung von Embodied AI. - Cloud Picking: Maßstab für KI-basiertes Bin Picking
Im selben Jahr fand das ‚Large-Scale Deep Learning‘ bei Google statt, ein Praxis-Benchmark mit rund 800.000 Greifversuchen. Dieser war nahezu prophetisch in Bezug auf die heute gebräuchlichen Foundation-Modelle und den steigenden Datenbedarf, damit KI-Modelle lernen können. - DexNet prägt das modellfreie Greifen
Auch für die Greifplanung wurde damals eine wichtige Weiche gestellt: Dex-Net 1.0 etablierte die Idee großer 3D-Objekt-/Grasp-Datenbanken und die datengetriebene Auswahl robuster Griffe – ein entscheidender Baustein für die Manipulation von Objekten und Werkstücken, die der Roboter vorher noch nie gesehen hat. - Die zweite ‚Amazon Picking Challenge‘
Und nicht zu vergessen die zweite ‚Amazon Picking Challenge‘ ebenfalls 2016, die bereits damals das Potenzial kognitiver Roboter demonstrierte, die mit vielfältigen, zuvor unbekannten Objekten umgehen können und heute ihren Weg in die Warenlager weltweit gefunden haben. - Deutschland nimmt die KI-Kurve
Viele der heutigen Entwicklungen rund um die skizzierten Themen sind mittlerweile in nationale Initiativen eingebettet, wie die Gründung des Cyber Valley (auch 2016) und später des IPAI in Baden-Württemberg sowie das neue ‚Robotics Institute Germany‘, das die Forschungskompetenzen Deutschlands bündelt.
All diese Entwicklungen hat ROBOTIK UND PRODUKTION begleitet und einem breiten Leserkreis zugänglich gemacht. Heute sind wir technologisch viel weiter, und es geschieht mehr denn je, um die Leistungsfähigkeit der KI-basierten Robotik zu steigern, Programmier- und Einrichtaufwände zu reduzieren und ehemals technisch herausfordernde Anwendungen zu ermöglichen. Deutschland ist stark aufgestellt, und es ist wichtig, darüber zu berichten. Ich bin dankbar für das stets ehrliche Interesse der Redaktion an diesen Themen und bin gespannt, auf welche Meilensteine wir in den nächsten zehn Jahren blicken werden.
Dr.-Ing. Werner Kraus
Fraunhofer IPA

Herzlichen Glückwunsch zu 10 Jahren ROBOTIK UND PRODUKTION! Als Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) durften wir den Werdegang von ROBOTIK UND PRODUKTION seit 2016 begleiten und freuen uns, dass das Redaktionsteam auch heute noch zukunftsweisende Themen verständlich aufbereitet.
Bereits 2016 verband uns das Thema ‘MRK der besonderen Art – Gemeinsam zu den Sternen’. Dabei handelt es sich um einen Artikel über die Forschung des DFKI zur Mensch/Roboter-Kollaboration zwischen Astronaut und Roboter. Die modulare Weltraumrobotik spielt bis heute eine Rolle – in ROBOTIK UND PRODUKTION und bei uns. Das Thema KI und Robotik ist heute wichtiger denn je. Wir stehen an einem Wendepunkt, an dem KI und Robotik zunehmend verschmelzen und neuartige, hochkomplexe Anwendungen in den für Menschen geschaffenen Umgebungen ermöglichen.
Das DFKI, insbesondere der Forschungsbereich Robotics Innovation Center (RIC), arbeitet seit 20 Jahren an intelligenter Mensch/Roboter-Kollaboration. In aktuellen Projekten erforschen wir die Integration moderner KI-Modelle in die Steuerung humanoider Roboter. Dies ist ein Forschungsgebiet, in dem nahezu täglich neue Ergebnisse von Forschungseinrichtungen und Unternehmen weltweit publiziert werden. Zu diesem Zweck entwickeln wir einen neuartigen Roboter. Darüber hinaus befassen wir uns mit der Entwicklung von Methoden und Systemen für die roboterunterstützte (Tele-)Rehabilitation. Unser Ziel ist es, Menschen mit Muskelspastiken – wie sie häufig nach einem Schlaganfall auftreten – durch exoskelettgestützte Therapieformen zu helfen. Dies sind Themen mit hoher gesellschaftlicher Relevanz, da sich unser Leben und Arbeiten durch neue Technologien immer rasanter verändert. Dabei sollte der Mensch immer im Mittelpunkt stehen. Wir freuen uns, weiterhin Teil Ihrer Informationswelt zu sein und somit die deutsche und europäische Wirtschaft zu stärken.
Dr.-Ing. Dennis Mronga
DFKI
















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