Automatisierte Fräs- und Reinigungsprozesse

Automatisierte Fräs- und Reinigungsprozesse

Saubere Arbeit

Um seine Mitarbeiter zu entlasten und wirtschaftlich zu fertigen, setzt Imm Cleaning Solutions den Fruitcore-Roboter Horst bei der Produktion von Rotationsdüsen ein. Der einfach zu programmierende Industrieroboter bestückt die CNC-Fräsmaschine und säubert die bearbeiteten Teile in einer selbst entwickelten Reinigungsstation.

An der CNC-Fräsmaschine arbeitet der Fruitcore-Roboter Horst, wie es ein menschlicher Maschinenbediener täte. So nimmt er das Endstück einer Rotationsdüse auf (links) und platziert es auf der Aufnahme in der Fräse (rechts). (Bild: Fruitcore Robotics GmbH)

Bild: Fruitcore Robotics GmbH

Imm Cleaning Solutions ist seit mehr als 20 Jahren in der industriellen, berührungslosen Reinigungstechnik tätig. Inhaber und Geschäftsführer Peter Imm und sein Team entwickeln und stellen Reinigungsgeräte mit rotierenden Druckluftdüsen für Autozulieferer, Möbel-, Folien- und Verpackungshersteller sowie Maschinenbauer im In- und Ausland her. Die Geräte werden eingesetzt, um unterschiedliche Partikel von Oberflächen zu lösen und anschließend in der Absaugung zu entsorgen. „Wir sind wissens- und innovationsgetrieben“, erzählt Peter Imm. „Wir entwickeln die Lösungen stets mit dem Kunden zusammen in unserem Haus. Hier fertigen wir auch mit modernen CNC-Maschinen.“ Damit kann Imm Cleaning Solutions sehr flexibel und schnell auf die Anforderungen der Kunden reagieren. „Um auch in Zukunft konkurrenzfähig zu sein, wird für kleinere Unternehmen das Thema Automatisierung immer wichtiger“, erklärt Imm. „Dabei ist es zentral, dass die Kosten in einem überschaubaren Rahmen bleiben. Robotersysteme sind aber meist zu teuer und benötigen zusätzliches Fachpersonal für die Einrichtung.“

An der CNC-Fräsmaschine arbeitet der Fruitcore-Roboter Horst, wie es ein menschlicher Maschinenbediener täte. So nimmt er das Endstück einer Rotationsdüse auf (links) und platziert es auf der Aufnahme in der Fräse (rechts). (Bild: Fruitcore Robotics GmbH)

An der CNC-Fräsmaschine arbeitet der Fruitcore-Roboter Horst, wie es ein menschlicher Maschinenbediener täte. So nimmt er das Endstück einer Rotationsdüse auf und platziert es auf der Aufnahme in der Fräse. (Bild: Fruitcore Robotics GmbH)

Flexibel einsetzbar und leicht zu bedienen

Auf der Motek 2016 lernte Imm den Industrieroboter Horst von Fruitcore Robotics kennen und sah die Chance zum einfachen und günstigen Einstieg in die Automatisierung. „Bei der Präsentation ist uns gleich klargeworden, dass Horst und vor allen Dingen die Software HorstFX großes Potenzial besitzen“, erinnert er sich. „Der Roboter ist flexibel einsetzbar, kostengünstig und die Software ist leicht zu bedienen.“ Aufgrund seiner Flexibilität durch die mobile Roboterbasisstation und dadurch, dass die Programme einfach und schnell zu erstellen sind, setzt Imm Cleaning Solutions Horst für verschiedene Aufgaben in der Produktion ein, z.B. für Pick&Place-Anwendungen. „Aktuell arbeitet der Roboter an der CNC-Fräsmaschine und reinigt die bearbeiteten Teile auch gleich“, erzählt Markus Kimmig, Produktionsleiter bei Imm Cleaning Solutions. „Die Fräsmaschine ist ursprünglich gar nicht dafür vorgesehen, von einem Roboter bestückt und bedient zu werden.“ Deshalb, und um seine Flexibilität zu testen, ist der Roboter nicht über eine Schnittstelle mit der Maschine verbunden, sondern ahmt die Bewegungen eines menschlichen Bedieners nach. Mit der Software HorstFX ist das kein Problem. Sie ist intuitiv bedienbar und bedarf keiner Programmierkenntnisse. Damit kann jeder Maschinenbediener den Roboter anwenden, teachen und einrichten. „Durch die übersichtliche Programmierung lassen sich die einzelnen Schritte, die ein Maschinenbediener machen müsste, sehr genau ab- und nachbilden“, erklärt Kimmig.

Roboter fährt Zwölfstundenschicht

An der CNC-Fräsmaschine arbeitet Horst, wie es ein menschlicher Maschinenbediener täte. Er nimmt das Endstück einer Rotationsdüse auf und platziert es auf der Aufnahme in der Fräsmaschine. Dann schließt der Roboter mit seinem Arm die Sicherheitstür der Maschine und startet mit präzisem Druck auf den Startknopf den Fräsprozess. Hierbei wird unter Einsatz von Kühlschmiermittel eine Tasche in die Komponente gefräst. Ist das erledigt, öffnet Horst die Tür wieder, entnimmt die Komponente und hält sie in die Druckluftreinigungsanlage mit Absaugung, wo sie mit hohem Druck von feinsten Partikeln und den Resten des Kühlschmiermittels gesäubert wird. Zum Schluss legt der Roboter das Endstück der Rotationsdüse in einen Behälter und der Zyklus beginnt von vorn. „Horst bearbeitet so dieselbe Stückzahl wie ein Maschinenbediener“, sagt Kimmig. „Er ist unermüdlich und zieht seine Zwölfstundenschicht in einem Rutsch durch – und das bei gleichbleibend guter Qualität und ohne Stückzahlschwankungen.“

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