
Die sogenannte Factory in a Box wurde von der BMW Group gemeinsam mit der Firma AyTec für die Automobilproduktion entwickelt. Die modulare Anlage ermöglicht eine automatische Applikation der umlaufenden Türhauptdichtung. Das Boxkonzept, die vollständige Inbetriebnahme beim Anlagenbauer sowie die schnelle Plug&Play-Installation im jeweiligen Werk sollen das Anlaufrisiko verkleinern. Auch die Zeit der Inbetriebnahme verringert sich um 25 Prozent. Die Testinstallation im BMW Werk in Leipzig war erfolgreich und wurde als zukunftsorientierte Lösung von der Jury mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

AR-unterstützte Qualitätskontrolle
Den zweiten Platz belegte Siemens mit einer Augmented-Reality-Lösung (AR) zur Qualitätskontrolle von Schweißgerüsten. Durch Integration in die digitale Werkzeugkette und Nutzung bestehender CAD-Modelle wird dabei eine nahtlose Verbindung zur vorhandenen IT-Infrastruktur hergestellt. Die erfolgreiche Implementierung zeigt, wie digitale Lösungen nicht nur die Effizienz und Präzision in der Fertigung verbessern, sondern auch zur Entlastung und Unterstützung der Mitarbeitenden beitragen können.
Intelligente Montagestation
Ebenfalls ausgezeichnet wurde ein spezieller Arbeitsplatz mit adaptiver Werkerassistenz von der Firma Wilo. Die Assistenz unterstützt die Mitarbeitenden, indem sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung anzeigt und unterstützende Komponenten wie Beamer oder Kameras ansteuert. Die angezeigten Arbeitsinhalte richten sich hierbei nach dem Erfahrungslevel der jeweiligen Arbeitskraft und passen sich individuell an die Mitarbeitenden an. Je geübter sie sind und je weniger Fehlerquote sie in einem bestimmten Zeitintervall machen, desto komprimierter werden die Arbeitsinhalte angezeigt.
Wilo teilt sich den dritten Platz mit dem Unternehmen Brose, die mit ihrem Konzept für das Jigless Welding prämiert wurden. Beim vorrichtungslosen Roboterschweißen hält ein Roboter alle Teile zusammen, während ein oder mehrere Roboter gleichzeitig schweißen. Vorteile sind schnellere Schweißzykluszeiten, weniger Materialverschwendung und der Zugang zu schwer zugänglichen Teilen wird ermöglicht.
Aus der Redaktion: von Anastasia Schoop















![Die [me] - mechatronik & engineering wird digital 24 Die [me] – mechatronik & engineering wird digital](https://cdn.tedo.be/tedo-mu/wp_uploads/sites/20/2026/03/Unbenannt.jpeg)

