
Ford fertigt künftig die Mehrheit der Elektroantriebe für seine europäische Produktion im britischen Getriebewerk Halewood bei Liverpool. Die Produktion erfolgt nach wie vor mit Liebherr-Portaltechnik, Ford nutzt sie jedoch nun nicht mehr in Produktionslinien für Getriebe für Verbrennungsmotoren, sondern für Elektroantriebseinheiten. Die umgerüstete Produktion arbeitet mit vier Linien für die Fertigung von E-Motorgehäusen, Getriebegehäusen und Endabdeckungen sowie für die Getriebemontage. Liebherr-Lösungen spielen dabei überall eine Rolle: von Portalrobotern zur Bestückung der CNC-Maschinen (LP 200), Greiftechnik, Verbindungsbändern zwischen Portalsträngen inklusive Wartungsbereichen über ein Turmspeichersystem bis hin zu Part-Tracking- und SPC-Plätzen zum Ausschleusen von Werkstücken zwecks Qualitätssicherung. Die neue Anlage bietet eine deutliche Produktivitätssteigerung: Die Verfügbarkeit steigt im ersten Schritt von 80 auf 87,5% und perspektivisch auf bis zu 90%. Rein auf die Portaltechnik bezogen beträgt sie nicht weniger als 98%. Der Umbau von der Fertigung schwerer, gusseiserner Teile für Dieselmotoren in Nutzfahrzeugen auf die wesentlich leichteren, filigraneren Teile für Elektroantriebe war eine der Besonderheiten des Projekts. Der Motorblock, für den die Linien ursprünglich konzipiert waren, wog 120kg. Der E-Motorblock ist ungefähr ebenso groß, besteht aber aus Aluminium und wiegt lediglich 13kg. Alle Achsen und Greifer der Portalroboter mussten daher getauscht werden.















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