
Eine neue Studie des Fraunhofer IPA für das FERI Cognitive Finance Institute ordnet den Boom um künstliche Intelligenz und Robotik ein: Nicht allein spektakuläre Humanoide treiben deren Konvergenz. Generell wird Physical oder Embodied AI, also KI, die in Roboter oder Maschinen integriert ist, immer wichtiger. Denn sie ermöglicht den Systemen, durch die Interaktion mit der Umwelt kontinuierlich zu lernen. Die zentrale Aussage der Studie: KI-basierte Robotik ist nicht synonym mit humanoiden Robotern. KI lässt sich in Industrieroboter, mobile Systeme, Cobots und Serviceroboter integrieren, um diese autonomer und lernfähig zu machen. Humanoide sind zwar die sichtbarste Ausprägung, aber dennoch nur ein Teil des Ökosystems. Die eigentliche Disruption entsteht in der Tiefe der Wertschöpfungskette: bei Foundation Models, Sensorik und Aktuatorik, bei Simulation und Datenplattformen sowie bei Integratoren, die Technologie in Prozesse überführen. Gleichwohl sind die umfänglichen Investitionen in Humanoide Beweis dafür, dass die Entwicklungen in diesem Segment massiv vorangehen. So sprang das Venture Capital hier 2025 auf rund 6,1Mrd.US$. Das ist das Vierfache der Investitionen verglichen mit dem Jahr davor. Unternehmer und professionelle Investoren sollten das Thema aber eng beobachten und laufend bewerten, dabei aber auch die internationale Wettbewerbsdynamik im Blick behalten. Aktuell resultiert ein asymmetrisches Chancen/Risiko-Profil: Direkte Investitionen in einzelne Robotikanbieter können mit hohen technologischen Risiken verbunden sein. Deutlich robuster erscheinen die vorgelagerten Wertschöpfungsstufen, so Dr. Heinz-Werner Rapp vom FERI Cognitive Finance Institute.

















