Automatisierte Oberflächenbearbeitung per Roboter

Roboterzelle Oberflajoke Technology
Bild: TH Köln

Die Oberflächenbearbeitung von Bauteilen durch Polieren, Entfernen von Kanten oder Schleifen ist zeitaufwändig und fehleranfällig. Um die komplexen Handgriffe schneller durchführen zu können, entwickelt die TH Köln gemeinsam mit Joke Technology eine Software zur Steuerung eines Roboters. Seine Bewegungen sollen die Handgriffe der Fachkräfte nachahmen. So können die Arbeitenden vor gesundheitlichen Risiken geschützt werden. Die maschinelle Unterstützung ist zudem ein Weg, um dem zunehmenden Fachkräftemangel zu begegnen. Im Forschungsprojekt iPro wird dafür eine grafische Programmierumgebung mit intuitiver Bedienoberfläche entwickelt, um die Nachbearbeitungsschritte zu vereinfachen. Dazu werden die Handbewegungen der Arbeitenden beim Polieren per optischer Sensorik aufgenommen. Des Weiteren werden wichtige Daten wie die Kräfte beim Andrücken der Werkzeuge und Umdrehungszahlen über Sensoren erfasst. Anhand dieser Daten wird am Versuchsstand die Arbeitsweise des Roboters programmiert. So lässt sich auch festlegen, wann ein Teil der Oberfläche ausreichend behandelt ist und der nächste Bearbeitungsschritt beginnen soll.