
Speziell die Gamification steigert das Engagement, die Motivation und die Produktivität, indem sie Funktionen und Belohnungssysteme aus der digitalen Welt und den sozialen Medien einführt – wie in einem Videospiel, bei dem es zwei Gewinner gibt: Gen Z und die Arbeitgeber.
Beispiel Produktions- und Intralogistik: Hier bekommt der Begriff Spielzeiten mithilfe von Gamification eine ganz neue Bedeutung. In den Hauptanwendungsbereichen Kommissionierung und Verpackung im Outbound sind schnellere Abläufe bei deutlich geringerer Fehlerquote möglich, signifikante Effizienzsteigerungen die Regel. Keine Gamifiction, sondern reale Zahlen. Vergleichbare Quoten sind sonst nur über die Einführung neuer Technologien wie Pick-by-Voice realisierbar. Gamification-Applikationen aber sind als SaaS-Lösungen mit überschaubaren Investitionen schnell und ohne grundsätzliche Änderung der Prozesse zu implementieren. Plug&Play, im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Rankings und Belohnungssysteme im Zuge der Gamification transportieren den Leistungsgedanken in die Neuzeit, und zwar generationsübergreifend.
Dirk Teschner, Senior Vice President & Managing Director Germany bei Infios.
Die Gen Z steht oftmals im Ruf, nicht besonders ehrgeizig zu sein. Wir beobachten diesbezüglich einen gegenläufigen Trend: Die Rankings und Belohnungssysteme im Zuge der Gamification transportieren den Leistungsgedanken in die Neuzeit, und zwar generationsübergreifend. Auch einem Baby-Boomer muss man die Ernsthaftigkeit eines spielerischen Umgangs mit der Arbeit nicht groß erklären, wenn die Anreize stimmen und Tätigkeit dadurch abwechslungsreicher gestaltet werden kann. Es ist wichtig, zu verstehen, welche Belohnungen welche Mitarbeiter wie motivieren. Interessant dabei ist, dass z.B. in den USA häufig freie Tage als Belohnung eingesetzt werden, in Europa ziehen eher monetäre Anerkennungen.
Gamification ist immer auch eine Frage der Unternehmenskultur. Natürlich braucht es klare Regelungen, z.B. hinsichtlich des Datenschutzes. So sollten u.a. statt der Klarnamen Avatare genutzt werden. Aber bei aller Anonymisierung und Abstrahierung: Hinter jedem Avatar steckt immer auch ein Mensch. Wer das vergisst, für den ist schnell Game-over. Wer sich dessen bewusst ist, für den birgt Gamification enormes Potenzial.















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