
Die wichtigste Messe für die Metallbearbeitung steht vor der Tür, die AMB. Ein guter Anlass für einen großen Schwerpunkt zum Thema Werkzeugmaschinenautomation, wie Sie, liebe Leserinnen und Leser, ihn ab Seite 60 in dieser Ausgabe finden. Denn aktuell gibt es wirklich gewichtige Gründe für die Automatisierung der Be- und Entladevorgänge von Werkzeugmaschinen, wie sie z.B. in der Metallbearbeitung, aber auch in der Bearbeitung von Werkstücken aus Holz oder Kunststoff zum Einsatz kommen.
Dazu gehören natürlich allen voran der Fachkräfte- bzw. Arbeitskräftemangel, aber auch die Vorteile, die der Einsatz von Robotern bei vielerlei Prozessen bietet. Ein Roboter bekommt keine Rückenschmerzen, langweilt sich nie, bezieht (bisher) kein Gehalt und fährt nicht in den Urlaub. In unserem Schwerpunkt stellen wir Ihnen zahlreiche Anwendungen von Firmen vor, wie z.B. dem Hersteller von Rädern und Rollen für Flurförderzeuge Räder-Vogel (S. 62), dem Heizanlagenanbieter Watts Industries (S. 64) oder dem Pumpenhersteller Scherzinger (S. 70), die Roboterzellen mit Sechsachs-Knickarmroboter für die automatisierte Be- und Entladung einsetzen.
Eine weitere Messe, die kurz davor steht, ihre Tore zu öffnen, ist die Fachpack. Auch in der Verpackungsindustrie spielt Robotik eine immer größere Rolle. Denn in der automatisierten Verpackung von Waren sind die Vorteile, die Roboter bieten, ebenfalls nicht zu verachten. Ein Beispiel ist z.B. eine Roboter-Palettierzelle, wie sie Coboworx zur Fachpack vorstellt (S. 57). Das Unternehmen bietet darüber hinaus ein Mietmodell für diese Palettierzelle an, ein großer Vorteil für KMU, die zunehmend auch nicht mehr auf Automatisierung verzichten können. Wer mehr über alternative Geschäftsmodelle in der Robotik, wie Leasing, Pay per Pick und Co., wissen will, findet eine Markteinschätzung in unserer aktuellen Trendumfrage zu diesem Thema (S. 34). Wer sich besonders für Palettierlösungen interessiert, dem sei unser Marktüberblick der anderen Art ‚Robotik ist Trumpf‘ (S. 44) empfohlen, in dem es diesmal um praktische Plug&Palletize-Zellen geht.
Und last but definetely not least gilt es noch auf die neuste Ausgabe der bedeutsamen Interviewreihe Frauen an der Spitze der Automatisierung hinzuweisen. Dieses Mal spreche ich mit Sabine Brandl, die Personalleiterin beim Robotergroßkonzern Kuka ist (S. 20). Wer die Interviewreihe kennt, wird vielleicht denken: Moment mal, Personalleitung? Das ist doch keine männerdominierte Position! Aber sie könnte nicht besser in diese Interviewreihe passen, denn Sabine Brandl sitzt genau auf der Position, auf der sie entscheiden kann, welche Kandidaten oder eben Kandidatinnen sie zur Einstellung vorschlägt. Und sie hat uns verraten: Rein männlich besetzte Listen, die Headhunter ihr mitunter liefern, lehnt sie direkt ab!
Es bewegt sich also etwas in der Robotikbranche! In diesem Sinne wünsche ich wie immer eine spannende Lektüre!















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