Studie: Kein Einsatz von KI und Robotern ohne betriebliche Mitbestimmung

Persönlichkeitsschutz, Qualifizierung und Ethik gehören aus gewerkschaftlicher Sicht zu den wichtigsten Themen für die betriebliche Mitbestimmung beim Einsatz von künstlicher Intelligenz und Robotern in den Unternehmen. Das hat eine gemeinsame Studie der Bonner Wirtschafts-Akademie (BWA), der Industriegewerkschaft IGBCE (Bergbau, Chemie, Energie) und der Denkfabrik Diplomatic Council, die zum engsten Beraterkreis der Vereinten Nationen gehört, zutage gefördert. Bei einer aktuellen Umfrage unter 150 Gewerkschaftsfunktionären und Arbeitgebervertretern nannten mehr als drei Viertel der Befragten (76%) den Datenschutz und die Persönlichkeitsrechte als besonders wichtig für die Mitbestimmung, wenn KI und Robotik in den Betrieben zum Einsatz kommen. 69% (Mehrfachnennungen waren erwünscht) hoben die besondere Bedeutung der Qualifizierung und Weiterbildung für die von den neuen Technologien Betroffenen hervor. An dritter Stelle stehen laut Umfrage ethische Leitlinien für den KI-Einsatz im Unternehmen. Als ebenfalls wichtig für die Mitbestimmung bei künstlicher Intelligenz und Robotik stufen die Befragten den Arbeits- und Gesundheitsschutz (52%) sowie Arbeitszeitregelungen (33%) ein.