
Unter dem Namen Automated Vision Inspection bietet Kistler vollautomatisierte Prüfanlagen für die Qualitätsprüfung empfindlicher Bauteile an. Ein speziell konzipierter, bildverarbeitungsgeführter Pick&Place-Roboter nimmt dabei z.B. Teile aus befüllten Blistern oder greift diese zielsicher aus zugeführtem Schüttgut. Kameratechnik prüft die Teile anschließend und sortiert die Gutteile bei Bedarf wieder in Blister ein. Schlechtteile werden automatisiert aussortiert und bei entsprechendem Kundenwunsch auch zerstört.
Eines der Prüfsysteme inspiziert empfindliche Kunststoffstecker. Während die elektrische Funktionsfähigkeit von Hand kontrolliert wird, übernimmt die Anlage die optische Prüfung auf Maßhaltigkeit und Oberflächenfehler. Dazu legen die Mitarbeitenden die Bauteile in Blister, die sie anschließend auf einen Wagen gestapelt in die Anlage fahren. Diese führt die Blister vereinzelt zu einem kameragesteuerten, Pick&Place-Roboter, der die filigranen Teile erkennt, sie aus dem Blister entnimmt und sie in die Prüfmatritze einlegt. Während der Roboter zum nächsten Prüfling übergeht, wird das Teil insgesamt drei optischen Qualitätsprüfungen unterzogen. Das System kontrolliert dabei sieben Parameter mit einer Genauigkeit von 0,005mm. Im Anschluss werden die geprüften Gutteile mit einer Markierung versehen und vom Roboter zurück in die Blister gelegt. Schlechtteile sortiert die Anlage automatisch aus. Je nach Komplexität der Bauteile und Prüfanforderungen, kann ein solches System Taktzeiten bis zwei Sekunden erreichen.















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