
ROBOTIK UND PRODUKTION: Macht sich die aktuelle Stimmung in der Industrie auch mit Blick auf die Automatica 2025 bemerkbar?
Anja Schneider: Glücklicherweise nicht bei der Ausstellerakquise. Der Zuspruch in der Community für die diesjährige Veranstaltung ist enorm. Alle Keyplayer sind wieder dabei. Zudem sind auch einige Aussteller zurück an Bord, die nach der Pandemie ausgesetzt hatten. Über ein Drittel der angemeldeten Unternehmen werden in diesem Jahr sogar zum ersten Mal dabei sein. Mit einem internationalen Anteil der Aussteller von aktuell über 37 Prozent dürfen wir von einer steigenden Internationalität ausgehen. Das zeigt allein der Blick auf die erwähnten Neuaussteller bzw. Rückkehrer: Dazu zählen Namen wie Delta Electronics, Doosan, Estun, Hanwha Robotics, Hyundai Robotics, JR Automation, Realtime Robotics oder Shenyang Siasun. Eine endgültige Zahl lässt sich aber noch nicht nennen, da – gerade mit Blick auf die Gemeinschaftsstände – aktuell noch weitere Anmeldungen aus dem Ausland bei uns eingehen.
ROBOTIK UDN PRODUKTION: Wie sieht es auf Seite der Besucher aus?
Traditionell kommt der Großteil unserer Besucher aus den Segmenten Automotive, Metall sowie Elektrotechnik und Elektronik. In diesem Jahr ist es das Ziel, noch mehr in die Breite zu gehen und attraktive Akzente für neue Besuchergruppen zu setzen. So starten wir etwa eine regelrechte Healthtech-Offensive, um der Medizintechnik-Community das aktuelle Angebot an Robotik und Automation näher zu bringen. Eine weitere Zielgruppe, die wir in diesem Jahr verstärkt ansprechen, ist der Mittelstand. Hier wollen wir eine Brücke bauen zwischen potenziellen Anwendern, die vor der Komplexität der Robotik bisher noch zurückschrecken, und modernen Lösungen für Fertigungs- und Handwerksbetriebe, die sich einfach unkompliziert einsetzen lassen.
ROBOTIK UND PRODUKTION: Von welchen Themen wird das Rahmenprogramm geprägt sein?
Ganz vorne ist hier sicherlich die Kombination von KI und Robotik zu nennen. Ihr hat sich der begleitende Hightech Summit unserer Munich_i-Initiative erneut verschrieben. Damit einher gehen weitere Angebote wie die Leistungsschau AI Society oder der digitale Robothon im Vorfeld der Messe. Wir planen zudem ein interaktives Format zur Leistungsfähigkeit von KI in Robotik und Photonik mit einer Mischung aus Vorträgen und Exponaten. Ein weiteres Thema, das kontinuierlich an Gewicht gewinnt, ist die mobile Robotik. Folglich wird es in diesem Jahr wieder das Mesh-Up geben. Die Teilnehmer stehen bereits fest und die technische Umsetzung wird deutlich anspruchsvoller als bei der Premiere 2023.
ROBOTIK UND PRODUKTION: Bitte abschließend auf den Punkt: Warum darf man die Automatica 2025 auf gar keinen Fall verpassen?
Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sind für Unternehmen – vom Mittelständler bis zum Großkonzern – Robotik und Automation unverzichtbare Hebel. Sie bieten Antworten auf die großen globalen Herausforderungen wie Lieferketten-Resilienz, Fachkräftemangel, Klimaschutz und die Digitalisierung. Klar ist dabei: Nur intelligent automatisiert und digital vernetzt lässt sich wirtschaftlich und nachhaltig produzieren. Dabei geht es um nichts geringeres als Wettbewerbsfähigkeit, das eigentliche Top-Thema der Automatica. So ist die Automatica ein Pflichttermin für alle in der Industrie, die sich mit Robotik, Automation und KI auseinander setzten müssen. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt dafür.
Die Fragen stellte: Mathis Bayerdorfer
Chefredakteur ROBOTIK UND PRODUKTION. Egal wie gut es sich im Text versteckt: Kein doppeltes Leerzeichen ist vor ihm sicher.















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