Lastspitzen begrenzen
Mit dem Ziel, die Lastspitzen wirksam zu begrenzen, haben die Bruchsaler Automatisierer gemeinsam mit Kraft Maschinenbau einen Energiespeicher mit Doppelschichtkondensatoren (Supercaps) projektiert. Er ist dafür ausgelegt, zeitlich versetzte Lastspitzen durch kurzfristiges Puffern zu glätten – mit dem Ziel, die Anschlussleistung auf das wirklich notwendige Maß zu begrenzen. Die Kondensatoren des modular erweiterbaren Speichers nehmen dafür die Bremsenergie der Motoren auf und stellen diese über den DC-Zwischenkreis den Antriebsreglern wieder zur Verfügung, wenn diese im nächsten Teiltakt erneut beschleunigen. Durch diesen Aufbau haben es Kraft und SEW geschafft, die ohne diesen Speicher notwendige netzbezogene Spitzenleistung um 90 Prozent zu senken. Das gepufferte System harmonisiert die Netzbelastung auf eine kontinuierliche Leistung von 10kW. Zyklische Schwankungen bis zu 100kW Spitze gehören der Vergangenheit an. „Wir sind von 100kW für beide Portale runter auf 10kW“, betont SEW-Applikationsingenieur Martin Kampe.
Realisiert ist der Anlagenspeicher mit zwei getrennten Installationen. Für das Portal am Auslauf des Kantenkreislaufs reichte eine in den Schaltschrank integrierte Lösung aus. Sie versorgt im Wesentlichen die zwei Einachsmodule Movidrive modular mit 30 und 22kW Leistung. Hinzu kommen noch Doppelachsmodule für Rollenförderer und Breitenverstellungen, die allerdings mit jeweils 1kW kaum ins Gewicht fallen. Den deutlich größeren Kondensatorverband für die mittig im Kantenkreislauf liegenden Portale hat Kraft Maschinenbau in einem separaten Schaltschrank installiert. Die Unterteilung in zwei Kreise begründet sich nicht aus energetischen Gesichtspunkten, sondern aus den Anforderungen der Steuerungsarchitektur heraus.

















