ROBOTIK UND PRODUKTION: Verändert sich der Markt für klassische Industrieroboter in Europa aktuell?
Ogawa: Ja, die Marktanteile der großen Anbieter verschieben sich ein Stück weit. Ursprünglich hatten es uns die europäischen Wettbewerber nicht leicht gemacht, als japanischer Anbieter in diesem Markt Fuß zu fassen. Mittlerweile sind wir hier aber sehr erfolgreich und verstehen uns entsprechend auch als europäisches Unternehmen. Dieses Selbstverständnis wollen wir durch Entwicklung und die Roboterfertigung in Slowenien unterstreichen.
ROBOTIK UND PRODUKTION: Wie verschieden sind denn die Robotikmärkte auf der Welt?
Ogawa: Historisch gab es schon deutliche Unterschiede. So waren in Japan die Gesellschaft wie auch die Industrie gegenüber der Robotik anfangs aufgeschlossener als viele andere Gegenden. Deshalb hat ein großer Teil der weltweit erfolgreichen Roboteranbieter seinen Ursprung in Japan. Die westlichen Länder waren ursprünglich etwas verhaltener. Aber das Bewusstsein hat sich auch dort über die Zeit gewandelt und so hat sich der Vertrieb von klassischen Industrierobotern wirklich zu einem globalen Geschäft entwickelt.
ROBOTIK UND PRODUKTION: Einschließlich China?
Ogawa: Ja. Man kommt heute nicht drumherum, den Blick nach China, dem größten Markt für Roboter, zu richten. Als Hersteller genauso wenig wie als Systemintegrator oder Anlagenbauer. Dadurch ist der europäische Maschinen- und Anlagenbau ein wichtiges Sprungbrett nach China, dass wir natürlich bestmöglich nutzen wollen. Letztlich ist der chinesische Markt einfach unglaublich groß, aber noch mitten in der Entwicklung. Auch was die technologischen Anforderungen angeht.















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