
Die Vorteile liegen auf der Hand: Bekannte Design-Richtlinien, Schnittstellen und Vorgehensweisen bleiben bestehen, Gewicht und Abmessungen verändern sich nicht, vorhandene Systeme können ohne großen Aufwand nachgerüstet werden. Das Ergebnis sind kompaktere, leichtere und zugleich leistungsfähigere Maschinen.
Gerade bei kollaborativen Robotern, in sehr wartungsintensiven Automatisierungsanlagen oder in Branchen wie der Medizintechnik zahlt sich die Kombination aus Intelligenz und Kompaktheit aus. In Cobots oder chirurgischen Robotern zählt jeder Millimeter und jedes Gramm. Bauraumneutrale digitale Getriebe sind kleiner und leichter als herkömmliche sensorisierte Antriebslösungen. Das reduziert sowohl das Gewicht als auch die Belastung des Gesamtsystems. .
Getriebe entwickeln sich zu hochintelligenten Einheiten, die mit anderen smarten Getrieben und Subsystemen, eigenständig denken sowie aktiv handeln.
Daniel Obladen, Director Sales & Marketing, Nabtesco Precision Europe GmbH
Die Rolle der KI beginnt bereits in der Entwicklungsphase und setzt sich im laufenden Betrieb fort. Aus der wachsenden Menge an Felddaten lassen sich Muster und Verhaltensweisen ableiten, die sowohl für die Optimierung bestehender Systeme als auch für die Weiterentwicklung zukünftiger Getriebe genutzt werden. Im Betrieb ermöglicht KI die Echtzeitanalyse erfasster Daten und optimiert Vorhersagemodelle zur Prozessoptimierung und vorausschauenden Wartung. Das hilft auch beim Aufbau genauerer und besserer Modelle im Bereich des digitalen Zwillings. Das Ziel: Ausfallzeiten minimieren, Prozesse effizienter gestalten und die Lebensdauer von Getrieben und damit Maschinen, Anlagen und Robotern verlängern.
Natürlich ist die initiale Investition in bauraumneutral integrierte, KI-unterstützte Getriebe höher als bei klassischen Lösungen. Doch diese Mehrkosten werden auf mehreren Ebenen kompensiert: durch eingesparte Materialien, kleinere und leichtere Antriebe, weniger Energieverbrauch und reduzierte Wartungskosten. Hinzu kommen die Benefits, die die höhere Ausfallsicherheit, die bessere Planbarkeit von Wartungs- und Serviceeinsätzen, die längere Lebensdauer und die höhere Prozesssicherheit mit sich bringen. Die bauraumneutrale Integration von Sensorik und KI-Funktionalität ins Getriebe ist kein Nice-to-have, sondern eine Investition in Effizienz, Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit. Wer diesen Schritt geht, schafft die Basis für die nächste Evolutionsstufe der industriellen Automatisierung.
Die Vision ist klar: Getriebe entwickeln sich zu hochintelligenten Einheiten, die mit anderen smarten Getrieben und Subsystemen kommunizieren, eigenständig denken, aktiv handeln – und sich wie in einem neuronalen Netzwerk stetig selbst optimieren. Das erfordert höchste Qualität im digitalen Bereich – von der Kommunikation über die Datenspeicherung bis hin zur Software. Wir übertragen die Möglichkeiten, die KI heute bereits im Softwarebereich bietet, in die mechanische Welt – und machen sie dort gezielt und praxisnah nutzbar.















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