
Vom 24. bis 27. Juni trifft sich das Who is Who der Robotik-Community auf der Automatica. Trotz konjunktureller Flaute stehen alle Zeichen für ein erfolgreiches Branchentreffen. Laut Veranstalter haben sich so viele Roboterhersteller als Aussteller angemeldet wie nie zuvor. Kein Wunder. Schließlich werden in Deutschland auch so viele Roboter installiert wie nie zuvor. Das meldete der IFR-Verband im Rahmen seiner letzten Jahreserhebung. Deutschland ist der größte Markt für Robotik in Europa und spielt, was die Roboterdichte angeht, weltweit unter den Top5.
Noch weitere Zahlen gefällig? Einer aktuellen Studie zufolge planen mehr als 45 Prozent der befragten Unternehmen in unserem Land, in den kommenden zwölf Monaten Cobots in ihre Fertigungsprozesse zu integrieren. Eine weitere Studie verrät: Rund vier von fünf Führungskräften in Deutschland vertrauen darauf, dass die Robotik künftig eine zentrale Rolle in ihrer Branche spielt. Zwei Drittel setzen bereits Roboter ein, oder zumindest gibt es konkrete Planungen. Mangelnde Offenheit gegenüber Robotern? Fehlanzeige.
Mit Blick auf die Offenheit der Technik ergibt sich aktuell noch ein anderes Bild. Während das Angebot in der klassischen Automatisierung immer stärker in diese Richtung zielt, ist man in der Robotik doch noch recht verhalten. Dabei gibt es spannende Ansätze und Standards. Etwa das Standard Robot Command Interface, kurz SRCI, für durchgängige Programmierung (siehe Seite 60). Oder die VDA5050-Schnittstelle für die flexible Integration mobiler Roboter (siehe Seite 78). Selbst das Angebot für steuerungsunabhängige Robotermechaniken auf dem Markt nimmt Formen an (siehe Seite 32). Vergleicht man die Entwicklungen anderer Branchen – allen voran der IT, die schließlich die Digitalisierung bis in die Fabrik getrieben hat – dann sei auch Roboteranwendern geraten: Bleiben Sie offen für Neues!
Apropos offen für Neues: Nach 51 Ausgaben von ROBOTIK UND PRODUKTION, rund 340 Newslettern und mehreren tausend Social Media Posts ist es für mich an der Zeit, Neues zu wagen. In diesem Sinne möchte ich mich von Ihnen verabschieden, liebe Leserinnen und Leser. Vielen Dank für Ihre Treue! Es war mir eine Freude und eine Ehre, ROBOTIK UND PRODUKTION von einem zarten Pflänzchen zum führenden Fachmedium für industrielle Robotik im deutschsprachigen Raum zu entwickeln. Und ich bin sicher, dass dieser Weg noch längst nicht abgeschlossen ist. Dafür wird meine fantastische Kollegin Frauke Itzerott sorgen, bei der ich die Medienmarke in besten Händen weiß. Es bleibt also spannend.
Ich wünsche eine interessante Lektüre.
Mathis Bayerdörfer, Chefredakteur Robotik und Produktion.
Egal wie gut es sich im Text versteckt: Kein doppeltes Leerzeichen ist vor ihm sicher.















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