
Kunststoff-Trays werden als maßgeschneiderte Aufnahmen für einzelne Komponenten oder Baugruppen konzipiert. Ihre Konstruktion wird exakt an die individuelle Geometrie der Bauteile angepasst, um während des gesamten Produktionsprozesses eine stabile Positionierung sicherzustellen. Im automatisierten Prozess sind Industrieroboter primär für das Be- und Entladen der Trays zuständig. Die Trays müssen dabei so gestaltet sein, dass der Roboterarm das Bauteil sicher greifen und präzise positionieren kann. Elemente wie Poka-Yoke-Nocken sowie angepasste Randkonturen, Griffmulden und Wandaufbauten sorgen dafür, dass die Bauteile richtig platziert werden.
Präzise und sichere Handhabung
Damit Industrieroboter wiederholbare und präzise Bewegungsabläufe ausführen können, müssen die Werkstückträger exakt an die Anforderungen der Robotersysteme angepasst sein. Dies betrifft sowohl die Positionierung und Stabilität der Bauteile als auch die ergonomische Gestaltung für einen reibungslosen Materialfluss. Automatisierungs-Trays sind so konstruiert, dass sie eine zuverlässige und fehlerfreie Handhabung ermöglichen. Standardisierte Griffmulden verhindern Fehllagen und reduzieren das Risiko des Abrutschens. Dadurch wird die Arbeit sowohl für Industrieroboter als auch für manuelle Bediener erleichtert.
Materialfluss und Integration
Aufgrund klar definierter Greifbereiche können Roboter die Bauteile präzise aufnehmen und sicher bewegen. Die Nesterkontur wird auf den Hub der Greiferfinger abgestimmt und die Beschichtung der Greiferbacken wird je nach Pick&Place-Aufgabe angepasst. Während einfache Greifersysteme einem festen Weg folgen, ermöglichen komplexe Systeme mit Bildverarbeitung und Wegmessung eine flexible Anpassung der Toleranzbereiche im Zusammenspiel mit der gesamten Anlage. So wird der Materialfluss innerhalb der Produktion verbessert und Stillstandszeiten reduziert. Die Trays sind so gestaltet, dass sie sich gut in bestehende Fertigungs- und Logistiksysteme einfügen. Die Anpassung an Transportbänder und Palettiersysteme gewährleistet eine reibungslose Integration in automatisierte Produktionsprozesse. Palettierer übernehmen die Beförderung der Trays von einer Station zur nächsten, indem sie leere Trays in die Anlage einführen und nach der Bearbeitung wieder aufnehmen und stapeln. Unterschiedliche Palettiersysteme erfordern dabei eine flexible Tray-Gestaltung, die alle Logistik- und Fertigungsprozesse passend unterstützt.
Branchenübergreifend im Einsatz
Automatisierungs-Trays werden in zahlreichen Branchen eingesetzt und sind speziell auf die Anforderungen verschiedener Robotertypen abgestimmt. Hier einige Beispiele:
- Automobilmontagelinien: In vollautomatischen Fließbandanlagen der Automobilindustrie unterstützen Automatisierungs-Trays den sicheren und organisierten Transport von Bauteilen durch verschiedene Montageschritte wie Karosseriebau, Lackierung und Endmontage.
- Elektronikmontagelinien: Bei der Herstellung von Elektronikgeräten schützen ESD-Trays empfindliche Bauteile vor statischer Entladung und erleichtern den Transport durch Prozesse wie Platinenbestückung und Gehäusemontage.
- CNC-Bearbeitungszentren: Für CNC-Dreh- und Fräsmaschinen dienen Kunststoff-Trays als sichere Halterungen für Werkstücke vor und nach der Bearbeitung, gewährleisten deren Schutz und erleichtern die Handhabung.
- Robotergestützte Schweißanlagen: In automatisierten Schweißprozessen ermöglichen speziell entwickelte Trays die genaue Platzierung von Bauteilen, sodass Roboterarme effizient und präzise Schweißnähte setzen können.
- Automatisierte Schraubsysteme: Werkstückträger organisieren und präsentieren Schrauben und Bauteile geordnet, was automatisierten Schraubsystemen eine reibungslose und schnelle Montage ermöglicht. Die spezifische Konstruktion der Trays berücksichtigt die Anforderungen der jeweiligen Roboter und Maschinen, einschließlich Greifmechanismen, Positionierungselementen und Materialeigenschaften und gewährleistet so die Integration in automatisierten Produktionsumgebungen.



Smartes Handling
In der Inbound-Logistik werden Bauteile direkt an die Fertigungslinie geliefert, häufig im Rahmen eines Just-in-Time-Systems. Dadurch werden Lagerkosten reduziert und die Produktion bleibt flexibel. Die Bauteile sind auf Paletten verpackt, die für die weitere Verarbeitung geeignet sind. Automatisierungs-Trays sorgen dabei für den sicheren und effizienten Transport der Bauteile innerhalb der Produktion. Am Ende der Produktionsstraße werden die fertigen Bauteile erneut in das Kunststoff-Tray eingelegt, das als Mehrwegverpackung dient. Das Tray transportiert die Bauteile sicher zum nächsten Fertigungsschritt oder in die Outbound-Logistik – den Versand an Endkunden. Die wiederholte Nutzung der Trays spart Kosten und reduziert den Materialverbrauch, was einen nachhaltigen Beitrag zur Prozessoptimierung leistet.
Datenverfolgung und -analyse
Ein weiterer wesentlicher Vorteil von Kunststoff-Trays ist ihre Möglichkeit zur Integration von Sensortechnik. Mit modernen Codierungssystemen wie RFID-Chips, Klebeetiketten oder binären Codierungsleisten können Trays während ihrer gesamten Lebensdauer erfasst und verfolgt werden. Dadurch erhalten Fertigungsbetriebe wichtige Daten, die zur Überwachung und kontinuierlichen Verbesserung des Produktionsprozesses beitragen. Kunststoff-Trays unterstützen den sicheren Transport als auch die präzise Handhabung von Bauteilen und ermöglichen gleichzeitig eine nahtlose Integration in automatisierte Prozesse. Aufgrund gezielt designter Elemente – wie Finger-Griffmulden, der passgenauen Anpassung an Transportbänder und Palettiersysteme sowie der passgenauen Integration in Robotikprozesse – tragen sie maßgeblich dazu bei, den gesamten Fertigungsprozess effizienter und fehlerfreier zu gestalten.















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