Der Trend zu innenliegenden Leitungen bei Cobots stellt für uns bei Igus keine akute Gefahr für das Geschäft mit Energieketten dar. Innenliegende Energieführungen gibt es bereits seit mehreren Jahren und wird auch in unseren hauseigenen Robotern praktiziert, z.B. in unserem Scara-Roboter oder auch in unserem Rebel-Cobot.
Externe Energieführungssysteme bleiben bei vielen Robotern technisch notwendig, insbesondere bei hohen Anforderungen an Flexibilität, Robustheit und Wartungsfreundlichkeit.
Matthias Meyer, Igus GmbH
Zusätzlich zu dieser technischen Limitierung gibt es weitere Herausforderungen bei der Nutzung innenliegender Leitungen. Je mehr Leitungen und Schläuche innerhalb des Roboterarms untergebracht sind, desto größer ist das Risiko, dass sie durch Reibung oder enge Radien beschädigt werden und ausfallen. Die Wartung und der Austausch von Leitungen gestalten sich bei innenliegenden Lösungen komplexer und aufwendiger, da die Leitungen durch jede Achse geführt werden. In kritischen Anwendungen kann ein Tausch der Leitungen zu längeren Ausfallzeiten führen. Unsere montagefreundlichen Energieketten bieten hier eine einfachere Handhabung und Austauschmöglichkeit. Man kann sie einfach demontieren und durch ein Ersatzpaket tauschen und direkt weiter produzieren.

Der entscheidende Punkt liegt nämlich in der Einschränkung der Kapazität, denn bei innenliegenden Systemen lassen sich nur eine begrenzte Anzahl und Art von Leitungen und Schläuchen sicher führen. Für manche Anwendungen mag das ausreichen, für andere jedoch nicht, weswegen Energieketten weiterhin relevant sind. Insbesondere bei speziellen Anwendungen zeigt sich der Vorteil externer Energieführungssysteme. Ein Beispiel hierfür ist das Cobot-Schweißen. Der Schweißdraht ist sehr empfindlich und darf aufgrund von Knickgefahr nicht durch den Roboterarm geführt werden. In solchen Fällen sind unsere dreidimensionalen Triflex-Energieketten die einzige verlässliche Lösung, um eine sichere und störungsfreie Führung des Drahtes zu gewährleisten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Trend zu innenliegenden Leitungen zwar in bestimmten einfachen Anwendungen Sinn macht, die Leitungsführung jedoch nicht ausreichend ist, um alle Anforderungen moderner Cobots abzudecken. Externe Energieführungssysteme bleiben bei vielen Robotern technisch notwendig, insbesondere bei solchen mit hohen Anforderungen an Flexibilität, Robustheit und Wartungsfreundlichkeit. Für Igus bedeutet das, dass Energieketten weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Automatisierungstechnik bleiben.















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