Montage mit hohen Anforderungen an die Präzision

Die abschließenden Vormontageschritte finden an Roboterzelle Nummer zwei statt. Hier ist ebenfalls ein TX2-60L im Einsatz und auch hier sorgen drei Flexfeeder für die Bereitstellung der Teile: In diesem Fall handelt es sich um den vormontierten Kolbenkörper, eine Feder und ein Gehäuse. Die Montage dieser drei Komponenten stellt ebenfalls hohe Ansprüche an die Präzision. Zunächst holt der Sechsachser mit seinem Dreifachgreifsystem, bestehend aus zwei mechanischen und einem Vakuumgreifer, alle drei Bauteile nacheinander von den Feedern ab.

Mit dem vollständig bestückten Greifer fährt der Roboter jetzt unter ein Kamerasystem. Hier erfolgt die Positionsbestimmung des Gehäuses im Greifer als Voraussetzung für ein lageorientiertes Ablegen des Gehäuses auf einer Nebenstation. Im nächsten Step setzt der Roboter Kolbenkörper und Feder in die eigentliche Montagestation ein, fährt zurück zur Nebenstation, nimmt ein ausgerichtetes Gehäuse auf, befettet dieses an einer speziellen Station und komplettiert das Gehäuse mit dem Kolbenkörper und der Feder. Nach einer abschließenden Funktionsprüfung legt der Roboter das vormontierte Bauteil wieder in KLT-Behältern ab. Damit ist die Vormontage abgeschlossen und die Teile werden noch manuell zur Endmontagelinie transportiert.

Hohe Verfügbarkeit

Die beiden Stäubli-Roboter erreichen einen Output von über 130 vormontierten Gehäusen für die Restdruckhalteventile in der Stunde und das im Dreischichtbetrieb an sieben Tagen in der Woche. „Ausfälle können wir uns hier nicht leisten. Deshalb setzen wir in beiden Zellen nur hochleistungsfähige Komponenten ein, im Falle der Roboter fiel unsere Wahl auf Stäubli. Neben der hohen Verfügbarkeit waren aber auch die Präzision, der geringe Wartungsaufwand und die langen Serviceintervalle weitere Gründe für diese Entscheidung“, betont Schiessle.

Durch den Einsatz der beiden Zellen mit den hochdynamischen Robotern konnte Aigo-Tec die Produktionskapazität der Restdruckhalteventile – die Vormontage fand in der Vergangenheit ausschließlich manuell statt – um rund 400.000 Stück im Jahr erhöhen. Weiterer Vorteil: Die Zellen sind modular ausgestattet und die beiden Roboter in puncto Traglast und Reichweite so gewählt, dass sich die Automatisierungslösung jederzeit an neue Applikationen anpassen lässt.

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