
In Zusammenarbeit mit den Partnern Decibel und Vizcom hat Caracol seine Robotertechnik für die additive Fertigung in eine Designinstallation auf der diesjährigen Mailänder Designwoche eingebracht. Unter dem Namen Portal sollte das Projekt vor Ort die Zukunft des nachhaltigen Möbeldesigns mit Hilfe von KI-gestützten Werkzeugen, zirkulären Produktionsmodellen und robotergestützter additiver Fertigung aufzeigen.
Natur und Technik verschmelzen
In einem rohen Raum der verlassenen Snia-Fabrik, den sich die Natur zurück erobert hat, wurden Hightech-Fertigung und organischer Verfall gegenübergestellt. So konnte die Installation eine konzeptionelle Verbindung zwischen der Wildnis und der Präzision der Robotik herstellen – und damit die Vision für eine Zukunft aufzeigen, in der Produkte sowohl technikgestützt als auch für die Rückführung in die Natur konzipiert sind.
Als Technologielieferant für das Projekt unterstützte Caracol Decibel mit seiner 3D-Druck-Roboterlösung HeronAM, die in der Installation für die Produktion von zehn Stühlen verwendet wurde. Die Möbelstücke wurden von weltweit anerkannten Design-ern und Kreativen entworfen – mit Fokus auf eine Mischung aus KI-gestützter Ideenfindung und moderner Fertigungstechnik.“Unsere Lösung ermöglichte eine lokalisierte On-Demand-Produktion mit völliger Designfreiheit und drastisch reduziertem Abfall“, sagt Francesco De Stefano, CEO von Caracol. „Wir sind stolz darauf, diese kreative Vision zu unterstützen.“
Von KI zur additiven Fertigung
Das von Caracol entwickelte Robotersystem ist in der Lage, komplexe, großformatige kreative Geometrien zu drucken – präzise, effizient und unter Verwendung nachhaltiger und recycelter Materialien. Im Ergebnis sind auf der Mailänder Designwoche spannende neue Möbelentwürfe entstanden, die mit möglichst geringen Umweltauswirkungen realisiert wurden. „Bei Potal ging es darum, Grenzen zu überwinden – zwischen Konzept und Kreation, zwischen Kontinenten und Mitarbeitern“, sagt Adam Hecht, Mitbegründer von Decibel. „Zusammen mit Vizcom und Caracol haben wir gezeigt, was möglich ist, wenn Designer Zugang zu moderner Technologie bekommen.“
Alle in der Installation gezeigten Originalstühle wurden von den Designern mit Hilfe der KI-gestützten Design-Tools von Vizcom entwickelt, die Skizzen in Sekundenschnelle in hochrealistische Renderings und 3D-Modelle verwandeln. Die Designer – darunter Karim Rashid, Charles Birshaw, Eika Weber & Vincent Zigarelli, Philippe Bietenholz, Willo, Brett Akop, Andrew Schainker und Deniz Aktay – nutzten diese Geschwindigkeit und Flexibilität, um grenzüberschreitend zu arbeiten und in Echtzeit zusammenzuarbeiten. Die Möbelstücke wurden dann von Decibel in den USA und Italien per Roboter additiv gefertigt und schließlich auf der Veranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert. Parallel konnten die Besucher das Robotersystem im Rahmen von Live-3D-Drucksessions direkt vor Ort in Aktion erleben.















![Die [me] - mechatronik & engineering wird digital 17 Die [me] – mechatronik & engineering wird digital](https://cdn.tedo.be/tedo-mu/wp_uploads/sites/20/2026/03/Unbenannt.jpeg)

