Mit Robotik auf zur letzten Meile

Die Roboter von Prime Vision können 100 bis 10.000 Pakete pro Tag bearbeiten, wobei sich die Roboterflotte nach Bedarf erweitern oder reduzieren lässt.
Die Roboter von Prime Vision können 100 bis 10.000 Pakete pro Tag bearbeiten, wobei sich die Roboterflotte nach Bedarf erweitern oder reduzieren lässt.Bild: Prime Vision

Überall auf der Welt legt das Fahrpersonal große Entfernungen zurück, um Pakete auszuliefern. Im Transporter oder PKW, auf dem Fahrrad oder Tricycle, mit Hilfe von Navigationsgeräten oder, wie früher, mit ausgeprägter Ortskenntnisse ist das eine körperlich anstrengende Arbeit. Für die Unternehmen ist die Zustellung teuer und macht rund 41% der Kosten des gesamten Logistikprozesses aus, denn sie ist zeit- und personalintensiv und verursacht hohe Treibstoffkosten. Je weiter gefahren werden muss, um ein Paket zuzustellen, desto teurer wird es. Daher arbeiten die Unternehmen bevorzugt mit gut angebundenen Abholstellen in der Nähe stark frequentierter Zustellrouten, sodass es bis zur ersten Zustellung nur wenige Kilometer sind. Allerdings hat diese Strategie auch Kehrseiten.

Herausforderungen in der Gegenwart und Zukunft

Die verfügbaren Flächen sind begrenzt, sodass es für die Unternehmen nicht immer möglich ist, ihre Sortierzentren am gewünschten Standort zu errichten. In vielen Fällen müssen sie sich mit vorhandenen Einrichtungen mit knapper Fläche zufrieden geben. Eine weitere Herausforderung ist die Ungewissheit der Nachfrage. Die Annehmlichkeiten des Online-Handels haben zu rasantem Wachstum geführt, aber viele Unternehmen sind unsicher, wie sich die Nachfrage in Zukunft entwickeln wird. Wird es in fünf Jahren noch genügend Kunden geben, damit sich die Investition in ein neues, großes Sortierzentrum vor Ort lohnt? Die meisten Unternehmen zögern und verschieben große Projekte, um die weitere Marktentwicklung abzuwarten.

Bis dahin müssen sie sich aber um die heute bestehende Nachfrage kümmern. Hierfür werden oft kleinere, temporäre Einrichtungen benötigt. Mit kleinen lokalen Standorten kommen Unternehmen näher an ihre Kunden heran. Für die geschäftigste Zeit im November und Dezember werden sogar Pop-up-Sortierzentren errichtet.

Roboter sortieren auf der letzten Meile

Die Roboter von Prime Vision eignen sich besonders für die Sortierung auf der letzten Meile. Sie lassen sich für kleine Sortierzentren bis hin zum Betrieb in angemieteten Garagen und für jede Logistikstrategie, die Unternehmen auf der letzten Meile verfolgen, einsetzen. Die Roboter können 100 bis 10.000 Pakete pro Tag bearbeiten, wobei sich die Roboterflotte nach Bedarf erweitern oder reduzieren lässt. Die Roboter sind vollkommen flexibel und können so programmiert oder umprogrammiert werden, dass sie für mehr oder weniger Fahrzeuge sortieren. Ohne die Einschränkungen einer festen Infrastruktur lassen sich auf diese Weise Betriebsabläufe rationalisieren. Vor allem aber benötigen Roboter nicht so viel Platz wie andere Anlagen und sind damit besinders geeignet für kleinere Standorte.

Die Roboter sind zudem transportabel und somit geeignet für temporäre Einrichtungen. Flotten von 20 bis 50 Robotern sind innerhalb weniger Tage am neuen Standort einsatzbereit. So bleibt ausreichend Zeit, um die Entwicklung des lokalen Paketaufkommens zu beobachten. Die Strategie hat Vorteile gegenüber der Investition in große Anlagen, weil sich die Nachfrage gleichzeitig messen und bedienen lässt: Wenn das Paketaufkommen zurückgeht, können die Roboter leicht an einen anderen Ort eingesetzt werden. Prime Vision ist auf derartige Umzüge spezialisiert und verlegt in den USA das Equipment seiner Kunden oft innerhalb einer Woche an neue Standorte. Prime Vision verfügt über internationale Erfahrung in der Bereitstellung von Robotern für die Logistik und setzt sie auf unterschiedliche Weise zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung auf der letzten Meile ein.