
Mobile Roboter halten immer stärker Einzug in Produktions- und Logistikanwendungen – rund 80.000 wurden laut IFR-Jahresreport im Jahr 2023 für Transportaufgaben verkauft. Doch mit solchen automatisierten oder autonomen Einheiten kann eine große Herausforderung in der IT-Architektur einhergehen – nämlich dann, wenn Roboter unterschiedlicher Hersteller in einer gemeinsamen Flotte und auf gleichen Verkehrswegen genutzt werden sollen. Eine praxistaugliche Lösung kann die VDA5050 bieten. Wie das genau geht, demonstriert das zweite Mesh-up auf der Automatica. Mit dieser Live-Demo werden unter anderem folgende Fragen beantwortet: Wie funktioniert die VDA5050 als offene Kommunikationsschnittstelle in der Praxis? Für welche Use Cases eignet sie sich? Und was ist bei der Projektanbahnung und -umsetzung zu beachten?
Sonderfläche Mesh-up
Auf der Automatica-Sonderfläche ‚Mobile Robots in Production‘ in Halle B4 wird also auf einem mehr als 600qm großen Parcours gezeigt, wie mithilfe des VDA5050-Standards verschiedene fahrerlose Transportfahrzeuge und mobile Roboter herstellerübergreifend betrieben werden können. MHP stellt dabei die zentrale Leitsteuerung der heterogenen Flotte bei der Livedemonstration zur Verfügung. „Der MHP FleetExecuter wurde vor allem deshalb ausgewählt, weil er herstellerunabhängig eine Vielzahl an Fahrzeugen steuern kann“, betont Michael Appel, Partner bei MHP. Messebesucher können dabei beobachten, wie volle und leere Ladungsträger entlang eines Produktionsprozesses von unterschiedlichen Geräten transportiert und übergeben werden. Dabei kommen sowohl Unterfahr- und Gabelhubfahrzeuge für den Palettentransport zum Einsatz, als auch mobile Roboter, die Kleinladungsträger transportieren. Insgesamt sind zehn fahrerlose Einheiten von acht Herstellern auf dem Parcours unterwegs. Die weiteren Partner neben MHP sind Rexroth, VDMA, DPM, EK Robotics, Flexus, Fraunhofer IML, Kuka, Omron, ProLog und Safelog.
Industrial Cloud Solutions
Abseits des Mesh-up zeigt MHP aber auch alle weiteren Tools aus dem ICS-Portfolio. Allen gemein ist: Sie sind cloudbasiert und können auf den Plattformen aller Hyperscaler gehostet werden. Auch On-Premises können die Lösungen integriert werden. Neben dem FleetExecuter werden folgende Tools präsentiert:
- Mithilfe von Sounce ist eine KI-basierte, akustische Qualitätskontrolle möglich. Die Lösung wird z.B. bereits seit Längerem bei Porsche in der Montage angewendet.
- Die Qualitätssicherung im Paint Shop lässt sich mit paint_it automatisieren. Mängel können damit umgehend erkannt und in gewissem Umfang vorhergesagt werden.
- Mit bolt_it lassen sich auf Basis von KI unbekannte Fehler in der Verschraubung feststellen. Anomalien werden mit der Software hersteller- und werkzeugunabhängig erkannt.
- Mithilfe der Middleware integrate_it können Maschinendaten vieler verschiedener Hersteller erfasst, transformiert und verteilt werden – vom Shopfloor bis zum Topfloor.
- Die Intralogistiklösung supply_it ist auf einen reibungsfreien Materialfluss ausgerichtet. Im Einsatz bei Porsche lassen sich bis zu 10 Prozent der Intralogistikkosten damit einsparen.
- Die SaaS-Lösung shift_it gibt einen Überblick über Einsatzpläne und Qualifikationen der im System hinterlegten Mitarbeitenden, um kurzfristig auf akute Personalbedarfe zu reagieren.















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