
Weber führt neue Systemkomponenten für das robotergestützte Schraubsystem RSF25 ein. Die neue Version für fließlochformende Verschraubungen verfügt laut Hersteller über eine verdreifachte Geschwindigkeit bei der Zuführung der Schrauben und sorgt für eine deutliche Reduzierung des sogenannten Roboterschiebens. Die erhöhte Geschwindigkeit in der Zuführung wird durch Druckluft erzeugt. Das Zuführsystem wurde deshalb an eine erhöhte Materialbelastung angepasst. Die Hochgeschwindigkeitsbremse BR-H, die als einfache Helix (kreisrunder Looping) ausgeführt wird, drosselt die Zuführgeschwindigkeit wieder kurz vor der Anschlussstelle des Zuführschlauchs an die Schraubspindel. Die Taktzeiten können laut Hersteller für aufeinanderfolgende Verschraubungen um bis 1,3s verkürzt werden, da Zuführ- und Schraubprozess nun fließend ineinander übergehen. Die Helixbremse und die erforderlichen verstärkten Schlauchanschlüsse können bei allen bestehenden Schraubsystemen von Weber zu einem späteren Zeitpunkt nachgerüstet werden.
Um dem Roboterschieben entgegenzuwirken bietet das Unternehmen zwei Lösungen: Speziell beim Einsatz von Robotern der Firma Kuka richtet das Unternehmen einen zusätzlichen Signalaustausch über die softwareseitige Schnittstelle ein. Darüber werden in Echtzeit Daten zu aktuell anliegenden Kräften zwischen der Schraubspindel und dem Roboter ausgetauscht. So soll sichergestellt werden, dass der Roboter im Moment des größten Krafteinsatzes bei der Verschraubung eine Kompensationskraft entgegensetzt. Bei der Roboterhersteller-unabhängigen Lösung wird am Schrauber ein mechanisches Kompensationsmodul eingesetzt, das eine seitliche Translationsbewegung des Schraubers auslöst und der Querkraft entgegenwirkt. Bei beiden Lösungen sollen die Querkräfte um mehr als 50 Prozent reduziert werden.















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