
Zwar gibt es mehrere Hindernisse, die das Wachstum des Marktes für humanoide Roboter kurz- bis mittelfristig einschränken werden, so Interact Analysis, doch die Anzahl der Gelenke in jedem Roboter bietet nach wie vor große Chancen für Komponentenhersteller. Obwohl es strukturelle Ähnlichkeiten zwischen den Gelenken humanoider Roboter und denen kollaborativer Roboter gibt, bestehen dennoch viele unterschiedliche Anforderungen, die höhere Leistungsanforderungen mit sich bringen.
Unter diesen sind Leichtbauweise und Miniaturisierung die vorrangigen Ziele, weshalb Aktuatoren mit hoher Drehmomentdichte bevorzugt werden. Leichte Gelenke tragen dazu bei, das Systemgewicht zu reduzieren, die Flexibilität zu erhöhen und den Energieverbrauch der Gelenke zu senken, wodurch sich die Batterielebensdauer verbessert. Die anthropomorphen Anforderungen, die sich aus der hohen Anpassungsfähigkeit an die menschliche Welt ergeben, bedeuten, dass humanoide Robotergelenke menschenähnliche Abmessungen benötigen.
Aufgrund dieser unterschiedlichen technischen Anforderungen gab es in der frühen Entwicklungsphase relativ wenige standardisierte, kostengünstige Gelenkprodukte auf dem Markt, die vollständig an humanoide Roboter angepasst waren. Stattdessen entschieden sich viele Anbieter humanoider Roboter dafür, selbst in die Entwicklung und sogar die Herstellung von Gelenkaktoren zu investieren, um den spezifischen Anforderungen ihrer Produkte gerecht zu werden.
Mit dem Aufkommen der humanoiden Roboterindustrie haben jedoch in den letzten zwölf Monaten immer mehr Hersteller von Roboterkomponenten begonnen, aktiv leistungsstarke und kostengünstige integrierte Gelenkprodukte zu entwickeln. Viele Anbieter, die sich auf Bewegungssteuerung und Antriebstechnik spezialisiert haben – wie Kollmorgen, Archimedes Drive und TQ-System – haben Antriebslösungen für Humanoide auf den Markt gebracht. In China gibt es Dutzende von Komponentenanbietern, die serienmäßige, integrierte Gelenkprodukte für Humanoide eingeführt haben, darunter Unternehmen wie TC Drive, Realman und Kinco. Dieser Trend dürfte in den kommenden Jahren zu einer Entlastung der Kapazitätsengpässe und der hohen Kosten für Gelenkmodule führen und die Entwicklung der Branche beschleunigen.















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