
Die größte Änderung wurde bei der Klassifizierung vorgenommen. Existierte bisher nur eine einzige Roboterklasse, wurde mit der ISO10218 nun eine Auffächerung in zwei verschiedene Klassen vorgenommen. Klasse 1 wurde speziell für kleine Roboter mit weniger Tragkraft geschaffen. Sie sind in der Regel leichter und weniger gefährlich im direkten Umgang. Dementsprechend sind auch die funktionalen Sicherheitsbestimmungen angepasst. Gerade für kleine und mittlere Betriebe, die vor allem auf diese Klasse von Robotern setzen, stellt das eine enorme Erleichterung und Verringerung des bürokratischen Aufwands dar. Klasse 2 ist für alle anderen Industrieroboter vorgesehen. Sie geht damit auf schwere, leistungsstarke Roboter ein, die meist nur hinter Schutzzäunen betrieben werden dürfen.
Regelwerk für Cobots wird integriert
Bisher gab es für Cobots extra die technische Spezifikation ISO/TS15066. Nun wurden diese technischen Spezifikationen unter dem Punkt ISO10218-2 in das neue Regelwerk integriert. Geregelt werden dabei wie gewohnt Punkte wie die Handführung oder wie hoch die Geschwindigkeit eines Roboters während der Handführung höchstens sein darf. Aber auch grundsätzliche Aspekte wie der Abstand zu anderen Objekten oder Personen wird geregelt, um Unfälle oder Schäden zu vermeiden. Hier werden keine pauschalen Regelungen ausgesprochen, denn wie nah ein Mensch einem Cobot kommen kann, hängt stark von der maximalen Leistung und Kraft des Roboters sowie seiner maximalen Arbeitsgeschwindigkeit ab. Innovative Leichtbauweise & höchste Präzision: Der MPS 035L bietet flexibles Design, maximale Modularität und bis zu 500.000 Wechselzyklen. Perfekt für Maschinenbau, Kunststoffindustrie & Automation. Heben Sie Ihre Produktivität auf ein neues Niveau! ‣ weiterlesen
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Neuer MPS 35L erweitert die Stäubli Werkzeugwechsler-Baureihe
Besonders wichtig ist bei dem Einsatz von Cobots die verletzungsfreie und sichere Zusammenarbeit mit dem Menschen. In dieser Norm wird deshalb auch genau festgelegt, welche Schutzfunktionen ein Cobot haben muss, um unmittelbar bei Menschen betrieben zu werden oder sogar mit ihnen zu interagieren. Das erlaubt es mittelständischen Betrieben, kleine und kompakte Cobots problemloser in mehreren verschiedenen Funktionen oder Anwendungsbereichen zu nutzen. Zudem können Roboter platzsparender eingesetzt werden, denn sie benötigen keinen abgezäunten Bereich mehr.
Neue Regeln für die Einordnung der funktionalen Sicherheit
Bisher wurden sicherheitsrelevante Steuerungsfunktionen im Grunde pauschal geregelt. Diese Regelung wurde nun aufgelöst. An ihre Stelle tritt eine deutlich unabhängigere und flexiblere Einordnung einzelner sicherheitsrelevanter Roboterfunktionen. Dafür stellt die ISO10218-2 einen ausführlichen Anhang zur Verfügung, der die Roboterapplikationen und deren Funktionen vorstellt. Wichtig ist dabei: Die Norm bezieht sich nicht nur auf die Applikationen einzelner Roboter, sondern auch auf Maschinenanlagen mit integrierten Robotern. Die Sicherheitsfunktionen sollen einzeln eingeschätzt und einem Performance-Level zugeordnet werden. Das hybride Greifsystem E-Gripper Wheel basiert auf Know-how aus über 200 installierten Anwendungen des international tätigen Anlagenbauers Eisenmann. ‣ weiterlesen
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Grundsätzlich gilt ein Standard-Performance-Level, es sei denn man entscheidet sich nach eingehender Risikobeurteilung für eine abweichende Einschätzung. Im alten Regelwerk galt für einen Roboter oder eine Anlage pauschal ein einziges Performance-Level. Die neue Norm macht es möglich, einzelnen Sicherheitsfunktionen unterschiedliche Performance-Level zuzuordnen. So können z.B. Sicherheitsfunktionen wie der Nothalt, maximaler Druck bei einer Pressbewegung oder der Sicherheitsabstand zu Menschen je einer individuellen Risikobewertung unterzogen und daraufhin einem eigenen Performance-Level-Wert zugeordnet werden.
















