Bitkom-Studie zur Akzeptanz von humanoiden Robotern

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Fast die Hälfte der Deutschen könnte sich grundsätzlich vorstellen, einen KI-gesteuerten humanoiden Roboter im Haushalt zu nutzen (18 Prozent: Ja, auf jeden Fall und 30 Prozent: Eher ja). 47 Prozent der Deutschen können sich das hingegen nicht vorstellen (27 Prozent: Nein, auf keinen Fall und 20 Prozent: Eher nein). Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 1.159 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, die anlässlich der im September stattfindenden IFA im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt wurde.

„Humanoide Roboter polarisieren“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Ihr menschenähnliches Aussehen fasziniert, kann aber auch verunsichern. Entscheidend für ihre Akzeptanz wird sein, ob sie im Alltag einen konkreten Nutzen bieten und den Menschen tatsächlich Arbeit abnehmen.“ Dabei geht es vor allem um ganz praktische Unterstützung: Für 41 Prozent der Menschen in Deutschland wäre ein KI-gesteuerter humanoider Roboter eine echte Entlastung im Alltag. Fast die Hälfte (48 Prozent) würde einen humanoiden Roboter allerdings nur für einfache Aufgaben, wie Putzen, einsetzen. Einer möglichen Entlastung stehen jedoch deutliche Vorbehalte gegenüber: Mehr als die Hälfte (53 Prozent) hätte Sorge, durch einen humanoiden Roboter die Kontrolle im eigenen Zuhause abzugeben. Für 46 Prozent wäre ein menschenähnlicher Roboter in der Wohnung unheimlich. Ebenso viele (46 Prozent) finden: Je menschenähnlicher ein Roboter ist, desto gruseliger ist er. Gleichzeitig könnte ein humanoider Roboter für viele eine Art sozialer Begleiter sein. 57 Prozent könnten sich vorstellen, sich mit einem humanoiden Roboter zu unterhalten. Für 14 Prozent könnten humanoide Roboter soziale Kontakte ersetzen.

Wie diese Unterstützung konkret aussehen könnte, zeigt der Blick auf die möglichen Einsatzbereiche. Wer sich einen humanoiden Roboter im Haushalt vorstellen kann, würde ihn vor allem für klassische Alltagsaufgaben einsetzen. 87 Prozent der Roboter-Interessierten könnten sich vorstellen, ihn zum Aufräumen einzusetzen, 77 Prozent zum Verräumen von Einkäufen und 73 Prozent zum Putzen. Für 67 Prozent käme ein Roboter zum Tischdecken infrage, 64 Prozent würden ihn den Geschirrspüler ein- und ausräumen lassen und 60 Prozent zum Kochen einsetzen. Knapp die Hälfte (49 Prozent) der Roboter-Interessierten kann sich Unterstützung beim Wäschewaschen oder -zusammenlegen vorstellen. Auch über Alltagsaufgaben hinaus sehen viele Einsatzmöglichkeiten: 58 Prozent bei der Haustierbetreuung, 55 Prozent bei der Unterstützung pflege- oder betreuungsbedürftiger Personen und 40 Prozent für Erste Hilfe im Notfall. Für Reparaturen würden 54 Prozent einen humanoiden Roboter einsetzen, für die Gartenpflege 51 Prozent.