
Ein zentrales Element der Transformation ist die Förderung der Kreislaufwirtschaft. Sobald ein Robotersystem von Kuka das Ende seines Lebenszyklus erreicht hat, kommen die Circular Services ins Spiel. Dadurch können wertvolle Ressourcen aus den Geräten wiederverwendet und der CO2-Ausstoß reduziert werden. Die energieeffizienteste Methode der Weiterverwendung ist die Aufbereitung eines Roboters für eine neue Aufgabe in einer Produktionsumgebung. Nach mehreren Testdurchläufen kann dann ein überholtes, neuwertiges Robotersystem seine Arbeit wiederaufnehmen. Die Produktsicherheit im Betrieb ist durch übliche Garantievereinbarungen gewährleistet. Somit ermöglichen die attraktiven Anschaffungskonditionen einen günstigen Einstieg in die Automatisierung und leisten einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Die Gebrauchtroboter sind unter anderem auf dem Online-Marktplatz my.Kuka zu finden.
Kann ein Roboter nicht als Ganzes wiederverwendet werden, wird geprüft, welche Teile aufbereitet und für den Einsatz in Gebrauchtrobotern weiterverwendet werden können. Für das Recycling von Aluminium werden etwa lediglich fünf Prozent der Energie benötigt, die bei der Primärproduktion anfallen würde. Für die Produktion von Stahl müssen ebenfalls große Energiemengen aufgewendet werden. Hier ist der Ansatz von Kuka eine möglichst langfristige Nutzung und Rückführung in neue Produktlebenszyklen durch Recycling.
Saubere Lösung für Elektroschrott
Für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft spielt weltweit unter anderem das Recycling von Elektronik-Konsumgütern eine wichtige Rolle. Da jedoch das Wiederverwerten von Elektroschrott für den Menschen gesundheitsschädigend sein kann, eröffnet sich hier ein neues Einsatzfeld für Robotik und Automation: Das irische Unternehmen Votechnik hat eine automatisierte Anwendung entwickelt, bei der als Herzstück ein KR Quantec zum Einsatz kommt. Durch das Absaugen der gefährlichen Gase und das Entfernen scharfkantiger Elemente wie Leuchtstoffröhren und Bildschirme beseitigt die Automatisierungslösung die Gefahren für den Menschen, vermindert das Anwachsen der Elektroschrott-Berge und hilft dabei, Ressourcen zu sparen. Das gelingt ebenfalls durch das Recycling von Batterien aus dem Bereich der Elektromobilität. Wie eine industrielle Batteriedemontage mithilfe des KR Quantec umgesetzt werden kann, hat das Fraunhofer IPA im mehrjährigen Forschungsprojekt DeMoBat erfolgreich getestet.

Höhere Effizienz
Durch höhere Energieeffizienz will Kuka zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Sparsame Roboter reduzieren Energiekosten und Emissionen. Das Einsparpotenzial ist enorm: Bis zu 40 Prozent an den Gesamtkosten eines Robotikprodukts beträgt die verbrauchte Energie. Kuka setzt deswegen an drei Punkten an:
- Gewicht und Design: Die schlanke Bauweise der Robotermechanik senkt den Energieverbrauch und verringert den Einsatz von Materialien.
- Elektronik: Moderne Robotersteuerungen sorgen für bis zu 60 Prozent weniger Energieverbrauch im Vergleich zu Vorgängermodellen.
- Software: Intelligente Bahnplanung, verbessertes Bewegungsverhalten und Energiesparoptionen senken ebenfalls den Verbrauch.
Durch diese Maßnahmen ist es beim Modell KR Fortec gelungen, den Energieverbrauch gegenüber der Vorgängergeneration um 35 Prozent zu reduzieren. Simulations-Tools von Kuka ermöglichen es bereits in der Planungsphase, den Verbrauch von Produktionsanlagen virtuell nachzustellen.
Die Digitalisierung bietet viele Möglichkeiten, nachhaltiger zu arbeiten. Hierfür haben Kuka und Device Insight das Tool Kuka iiQoT entwickelt, das Anwender zu einer transparenten und effizienten Nutzung ihrer Roboterflotte führt. Die Software ermöglicht es durch Condition Monitoring, den Zustand des Roboters ständig zu überwachen, Fehler frühzeitig zu identifizieren und so Schäden zu verhindern. Kombiniert mit proaktiven Wartungsintervallen kann damit der Lebenszyklus des Roboters verlängert werden.
Verantwortliches Handeln
Mit Blick auf den Klimaschutz hat Kuka klare Unternehmensziele formuliert, darunter die Reduzierung der CO2-Emissionen um 40 Prozent bis 2030. Schon heute gewinnt das Unternehmen einen Teil des benötigten Stroms durch den Betrieb von Photovoltaikanlagen. Bis 2030 sollen alle Niederlassungen komplett mit erneuerbaren Energien versorgt werden. Zudem soll bis dahin die gesamte Dienstwagenflotte elektrifiziert werden. Schon heute stehen am Augsburger Standort 150 Ladesäulen zur Verfügung und der Hauptsitz wird mit umweltschonender Fernwärme versorgt.















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