Robuste Energieketten mit linearem Rückzugssystem

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Bild: Igus GmbH

Das Ingenieurbüro Procon Systems hat für ein Automobilwerk von Seat eine Anlage mit sechsachsigen Kuka-Gelenkarmrobotern konzipiert, die nach dem Lackieren vollautomatisch Unebenheiten ausbessert. Für die Führung der Leitungen vom Fuß der Roboter zum Endeffektor kommt die Triflex-Energiekette von Igus zum Einsatz, bestehend aus Hochleistungskunststoff, die Leitungen und Schläuche bei dreidimensionalen Bewegungen schützt. Die Karosserien fahren nach dem Lackieren über eine Förderstrecke in die erste Zelle. Ein Kuka-Roboter inspiziert dort mit einem Vision-System die Oberfläche des Fahrzeugs. Erkennt er eine Unebenheit, dreht er seinen Endeffektor um 90°, um entionisiertes Wasser auf die Schadensstelle zu sprühen. Nach einer weiteren 90°-Drehung schleift er die Stelle ab. Anschließend fährt die Karosserie in die zweite Zelle. Dort arbeitet ein weiterer Industrieroboter mit einem multifunktionalen Endeffektor, um Schleifrückstände zu beseitigen und die verbesserten Stellen zu polieren. Auf die Leitungen und Pneumatikschläuche zwischen Roboterfuß und Endeffektor wirkt dabei hohe mechanische Belastung. Damit die Leitungen der Roboter bei den extremen Torsionsbewegungen keinen Schaden nehmen, bestehen die Energieketten aus runden, modularen Kettengliedern aus Hochleistungskunststoff. Kugel/Pfannen-Verbindungen ermöglichen eine Drehbarkeit in mehreren Achsen, sodass die eingelegten Leitungen den dreidimensionalen Bewegungen des Roboters kontrolliert folgen, ohne mechanisch beschädigt zu werden. Die Energiekette verfügt zudem über ein lineares Rückzugssystem, sodass sie sich stets nah am Roboterarm bewegt, ohne lose zu hängen oder sich zu verdrehen.