VDMA: Prognose der Machine-Vision-Industrie trübt sich ein

Chart MV Forecast
Bild: VDMA e.V.

Die VDMA-Fachabteilung Machine Vision rechnet für die Bildverarbeitungsindustrie in Deutschland mit einem Umsatzrückgang von 10% nominal im laufenden Jahr. Damit trüben sich die Ertragsaussichten im Vergleich zur Aprilprognose (minus 3%) ein. Für 2025 ist noch kein Trendwechsel zu erwarten. „Der Auftragsbestand unserer größten Kundenbranche lag im Juli 2024 in Deutschland laut amtlicher Statistik kalenderbereinigt um 4,3% niedriger als im Vorjahresmonat. Das wirkt sich kurzfristig dämpfend auf die Nachfrage nach Bildverarbeitungsprodukten aus. Mittel- bis langfristig wird sich die Erfolgsgeschichte der Branche als eine Schlüsseltechnologie der Automation jedoch fortsetzen.“ sagt Mark Williamson, Vorstandsvorsitzender der VDMA-Fachabteilung Machine Vision.

Die Nachfrage nach Machine-Vision-Systemen außerhalb des produzierenden Gewerbes stieg 2023 um 5% auf einen Marktanteil von 29%. Die drei wichtigsten Einsatzgebiete sind hier: Intelligente Verkehrssysteme, mit einem Umsatzanteil von 61%, Logistik & Postsortierung (20%) sowie medizinische Geräte (7%). Mit einem Anteil von 34% sind Inspektionsanwendungen das stärkste Umsatzsegment der Bildverarbeitungssysteme. Dazu zählen z.B. Anwendungen für die Qualitätskontrolle, Druck- oder Oberflächen-Inspektionssysteme. Mit einem Umsatzanteil von 23% folgen Anwendungen für die Robotik und automatisierte Montage sowie mit 16% die Objekterkennung.