Vollautomatische Schweißerei bei John Deere

Bolzensetzung 01
Bild: John Deere GmbH & Co. KG

Mit der Inbetriebnahme der neuen vollautomatischen Schweißerei kann das John-Deere-Werk Bruchsal flexibel auf unterschiedliche Kundenwünsche reagieren und zwischen verschiedenen Kabinenvarianten einfach wechseln. Zudem senkt die moderne Absaugtechnik die Emissionen sowie den Gas- und Stromverbrauch, wodurch der ökologische Fußabdruck verbessert wird. Die neue Schweißerei wurde auf einer Fläche von 6.000m² gebaut und besteht aus vier Hauptbereichen: dem Vorrichtungswechselsystem, dem Untergruppenbereich für die 6R-Traktoren, der Hauptanlage für die 6M- und 6R-Traktoren und der Endausschweißlinie. Die zu verschweißenden Einzelteile und die vorgefertigten Komponenten werden durch Handling-Roboter vollautomatisch in die Schweißvorrichtungen eingelegt. In jeder Hauptanlage sind zwei Schweißroboter im Einsatz, die die Rahmen heften. Die fertiggehefteten Grundrahmen werden von weiteren Handling-Robotern entnommen und zum nächsten Fertigungsschritt überführt. In der Endausschweißlinie werden die Komponenten, die vorher nur geheftet waren, nun am Kabinenrahmen komplett verschweißt. Zudem werden die restlichen Bauteile, wie z.B. Bolzen und Halter, positioniert und verschweißt. Der Endausschweißbereich ermöglicht es, aufgrund seines Aufbaus und des Einsatzes von acht Schweißrobotern, die Taktzeit in der Hauptanlage zu reduzieren. Dadurch wird insgesamt etwa 50% weniger Zeit benötigt. Zum Schluss platziert ein Handling-Roboter die Kabinenrahmen auf die Absetzplätze. Von dort werden sie von einem weiteren Roboter abtransportiert und in die Lackieranlage gebracht. Je nach Modell und Konfiguration der Kabine werden danach in der Endmontage die Rahmen zu fertigen Traktorkabinen montiert.