Therapieroboter hilft kranken und beeinträchtigten Menschen

01 HiRob Hippotherapie
Bild: Kuka AG

Der Rehabilitationsroboter Hirob der Firma Intelligent Motion wurde für ein klinisches Setting entwickelt und soll Patienten nach einer schweren Erkrankung wieder mobiler und unabhängiger machen. Das Therapiegerät mit einem KR Quantec Roboter von Kuka ahmt die Bewegung eines Pferderückens in der Gangart Schritt exakt nach und nutzt damit genau die Bewegungsform der Hippotherapie. Zusätzlich ist es möglich, Intensität und Geschwindigkeit, aber auch die Bewegungsform anzupassen, z.B. das Becken nur kippen oder kreisen zu lassen. Der Patient sitzt dabei auf einem ergonomischen Sitz, der einem Sattel nachempfunden ist und muss aktiv auf die Roboterbewegungen reagieren. Dieses Training hilft dabei, den Rumpf zu stabilisieren, das Becken zu mobilisieren, Spasmen zu reduzieren und das Gleichgewicht zu verbessern. Zudem kann durch Muskelstimulation eine sogenannte Neuroplastizität im Gehirn induziert werden, was dabei hilft, verlorene motorische Funktionen neu zu erlernen. So können Patientinnen und Patienten etwa nach Schlaganfällen oder Schädel-Hirn-Traumata oder bei schweren Erkrankungen wie Multipler Sklerose wieder mobiler werden. Die Roboter-Therapieform bringt den Vorteil, dass sich Patient und Tier nicht erst aneinander gewöhnen müssen und die Bewegungen individueller an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden können.