Erfolgreiche Deutschland-Premiere: das European Robotics Forum 2025 in Stuttgart

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Bild: Fraunhofer IPA

Vom 25. bis 27. März fand das European Robotics Forum (ERF), ausgerichtet vom europäischen Roboterverbands EU Robotics, erstmals in Deutschland statt. Mit über 1.500 Teilnehmern aus 40 Ländern, die zur Veranstaltung in die Stuttgarter Liederhalle kamen, wurde die bisherige Bestmarke laut Gastgeber Dr. Werner Kraus um rund 300 Besucher übertroffen. Auch die große Zahl an 70 Sponsoren, Partnern und Ausstellern sei neuer Rekord. Dass das ERF aber nicht nur bei Quantität, sondern auch bei Qualität ganz oben mitspielt, zeigte schon die hochkarätige Besetzung im Rahmen der Begrüßung. Sie reichte von Verbandschef Bernd Liepert über Fraunhofer-Präsident Prof. Holger Hanselka und Peter Middendorf, den Rektor der Universität Stuttgart bis zum Staatssekretär Udo Philipp. Humanoide Roboter und künstliche Intelligenz – dass diese beiden Hot Topics das ERF besonders prägten, zeigten schon die beiden Keynotes. Am ersten Tag ging Dr. Jörg Burzer darauf ein, wie die Demokratisierung von Daten sowie Roboter, KI und digitale Tools die Mitarbeiter bei Mercedes-Benz künftig dabei unterstützen sollen, Produktionsprozesse effizienter zu gestalten und zu vereinfachen. Zudem gewährte das Vorstandsmitglied des Autobauers spannende Einblicke in die Robotikstrategie: Wenn das neue Vorzeige-Elektroauto CLA aus der Produktion kommt, hat es rund 1.000 Roboter gesehen. Insgesamt verfügt der Konzern über eine Roboterflotte von rund 30.000 Kinematiken und deckt damit 50 Prozesse ab. Im Digital Factory Campus Berlin wird aktuell das Potenzial von humanoiden Robotern erforscht – vor allem mit Blick auf Qualitätssicherung und Intralogistik. Eingesetzt werden drei Apollo-Modelle des Herstellers Apptronik, an dem der Autobauer beteiligt ist. Der Keynote-Speaker am zweiten Tag kam aus dem Hause Nvidia. Dieter Fox erörterte in seinem Vortrag Ansätze zur Erzeugung großer Datensätze für das Training von Robotermanipulationsfähigkeiten, wobei der Schwerpunkt auf der Rolle liegt, die die Simulation in diesem Zusammenhang spielen kann. Er stellte einige Arbeiten vorstellen, in denen gezeigt wurde, dass in der Simulation trainierte Manipulationsfähigkeiten erfolgreich auf die reale Welt übertragen werden können, einschließlich berührungsintensiver industrieller Montageaufgaben.