Neues Modul statt Pusher

Produktausschleusung für Leichtfördertechnik

Neues Modul statt Pusher

Den Materialfluss auf Förderstrecken effizienter gestalten – dieses Ziel verfolgten drei Absolventen der Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker für Maschinenbau bei der Firma De Man. Gemeinsam mit dem Automatisierungsspezialisten entwickelten sie ein Modul, das in bestehende Förderstraßen integriert wird, um Waren im 90°-Winkel auszuschleusen. Das Modul ist kompakter und flexibler als bisherige Lösungen, wartungsfreundlich und für alle Arten von Produkten geeignet.

 (Bild: de Man Automation+Service GmbH & Co. KG)

(Bild: de Man Automation+Service GmbH & Co. KG)

Das neu entwickelte Modul wird in bestehende Förderstraßen integriert, um Waren seitlich auszuschleusen. Die Hauptförderstraße muss für die Ausschleusung nicht angehalten werden, sodass ein durchgängiger Materialfluss gewährleistet wird. Die Fördergeschwindigkeit beträgt bis zu 0,5m/s. Das Hauptförderband des Moduls besitzt eingelassene freilaufende Kugeln, die durch ein innen liegendes Gurtförderband in eine Drehbewegung versetzt werden, um die Waren seitlich abzutransportieren. Das Modul eignet sich für Produkte bis zu einem Maximalgewicht von 25kg.

 (Bild: de Man Automation+Service GmbH & Co. KG)

(Bild: de Man Automation+Service GmbH & Co. KG)

Kompakter, flexibler, schneller

Bisher setzte De Man für die Produktausschleusung überwiegend einen Pusher ein, also einen seitlich am Förderband befestigten pneumatischen Zylinder. Allerdings eignete sich diese Lösung nur für Förderbänder, die seitlich genügend Platz neben der Fördereinrichtung haben, um den Hubweg des Zylinders gewährleisten zu können. Zudem waren Anschlüsse für Druckluft und Strom notwendig. Bei eng getakteten Produktausschleusungen kam die Lösung ebenfalls an ihre Grenzen, da sie eine hohe Aktionszeit benötigt und bei jeder Aktion in den Förderraum eingreift, was zu einer Anstauung von Produkten führen kann. Das neu entwickelte Modul zeichnet sich durch seine kompakte Bauart aus, die sich nahtlos auch in bereits bestehende Fördertechnikstrecken einfügt und keinen zusätzlichen seitlichen Raum benötigt. Zudem eignet sich das Modul für alle Produktarten unabhängig von Gewicht und Geometrie. Einzig eine glatte Auflagefläche muss gegeben sein. Weitere Pluspunkte sind die hohe Variabilität der Ausschleusung durch die Anpassung der Bändergeschwindigkeiten und der Länge des Förderbandes sowie die schnellen erreichbaren Taktzeiten. Der Aufbau als Schubladensystem ermöglicht einen einfachen Zugriff zu den wichtigsten Bauteilen und macht das Modul montage- und wartungsfreundlich. Das Modul soll in zukünftigen Projekten des Automatisierers zum Einsatz kommen und hier den Materialfluss verbessern.

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Bild: Project Automation & Consulting Gmbh
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