
Der Weltraum ist ein feindlicher Lebensraum für Menschen. Menschen im Weltraum sind extremen Gefahren ausgesetzt, wie z.B. der kosmischen Strahlung, sehr hohen Temperaturschwankungen, Sauerstoffmangel und der Schwerelosigkeit. Diese machen längere Aufenthalte für Menschen im Weltraum sehr risikoreich und sind ein starkes Argument für den Einsatz von Robotik, sogar für Aufgaben, die auf der Erde vielleicht von Menschen durchgeführt werden würden.
Wesentliche Einsatzgebiete robotischer Systeme im Weltraum sind die Erkundung von neuen Himmelskörpern sowie perspektivisch der Abbau von Ressourcen, z.B. auf dem Mond, die Produktion im Weltraum und die Wartung und Reparatur von Satelliten im Orbit. Wenn bei Satelliten technische Defekte auftreten oder ihr Treibstoff knapp wird, mussten sie bislang häufig ersetzt werden. Robotische Servicemissionen können dies verändern, indem Roboter Satelliten reparieren oder auftanken. Dies senkt die Kosten und kann außerdem einen Beitrag zur Reduzierung von Weltraumschrott leisten.
Rechtliche Unsicherheiten als Hindernis
Aktivitäten im Weltraum unterliegen dem internationalen Völkerrecht. Dieses enthält fünf internationale Verträge, die sich speziell mit dem Weltraum befassen. Der wichtigste dieser Verträge ist der Weltraumvertrag von 1967, der Prinzipien festlegt, wie z.B., dass Aktivitäten im Weltraum friedlich sein sollen und dass kein Land das Recht hat, sich den Weltraum anzueignen. Er sieht auch vor, dass Weltraumobjekte registriert werden und dass Staaten ihre nationalen Weltraumaktivitäten genehmigen und überwachen. So haften Staaten auch für Schäden, die durch Weltraumobjekte verursacht wurden, die sie gestartet haben, selbst wenn diese von privaten Unternehmen gestartet und betrieben wurden. Mit PC-based Control und XTS reduziert Komax SLE den Maschinen-Footprint um 45 % und steigert Flexibilität in der Kabelverarbeitung. ‣ weiterlesen
45 % weniger Footprint mit XTS
Obwohl diese generellen Prinzipien auch heute noch von großer Bedeutung sind, weist das internationale Weltraumrecht doch Lücken auf. Dies ist nicht weiter verwunderlich, da viele der heutigen, vor allem privaten Aktivitäten im Weltraum in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts, als die Verträge verhandelt wurden, noch nicht vorstellbar waren. So gibt es z.B. Zweifel an der Rechtskonformität des geplanten Ressourcenabbaus auf dem Mond, insbesondere bezüglich der Sicherheitszonen, die um die Abbaustätten errichtet werden sollen – der Übergang zwischen der Errichtung einer zeitlich unbegrenzten Sicherheitszone und der Aneignung mag manchen doch zu fließend erscheinen. Auch die Wartung von Satelliten ist rechtlich nicht einheitlich geregelt. Besonders die Tatsache, dass die Technologie, die für die Wartung erforderlich ist, auch militärisch genutzt werden könnte, um z.B. gegnerische Satelliten auszuspionieren oder auszuschalten, führt zu zusätzlichen Komplikationen. Automatisierung leicht gemacht: Kompakte Roboterschweißzellen ermöglichen KMU den wirtschaftlichen Einstieg ins Roboterschweißen. ‣ weiterlesen
Moderne Einstiegslösungen in die Automatisierung
Ein Hindernis, das es sich zu überwinden lohnt
Auch wenn es im Weltraum noch die ein oder andere ungeklärte Rechtsfrage gibt, bleibt es doch ein Bereich mit wachsenden Möglichkeiten, besonders für die Robotik. Um Risiken zu reduzieren, lohnt es sich jedoch frühzeitig auf Experten zurückzugreifen, um sich über nationale und internationale Rechtsfragen zu informieren und Investitionen dadurch so gut wie möglich zu schützen.
Ihre Laura Yvonne Zielinski
















