Neue Studie: Synchrone Bewegungen zeigen Vertrauen zwischen Mensch und Roboter

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Bild: Richard Bratton, BlueSky Film & Media

Forscher der University of Bristol haben herausgefunden, dass sich das Vertrauen zwischen Menschen und Robotern verbessert, wenn die Bewegungen zwischen beiden synchonisiert sind. Diese Erkenntnisse könnten den Erfolg von Mensch/Roboter-Teams in der realen Welt verbessern und z.B. Rettungsdiensten helfen, in Zukunft effektiver mit Robotern zu arbeiten. Indem sie die gemeinsame Bewegung in realen Umgebungen wahrnehmen, könnten Roboter dies als Indikator nutzen, um zu erkennen, ob der Benutzer ihnen ausreichend vertraut. Das Team ging davon aus, dass Roboter, die sich synchron mit dem Menschen bewegen können, Vertrauen schaffen – und dass umgekehrt die gemeinsame Bewegung gestört wird, wenn ein Benutzer einem Roboter misstraut.

Das Experiment fand in Sparks Bristol statt, wo Bürgerinnen und Bürger mit zwei mobilen Rover-Robotern zusammengebracht und gebeten wurden, sich vorzustellen, sie seien ein Feuerwehrmann, der ein Gebäude nach einem Brand durchsucht und die Roboter nutzt, um das Gebäude zu inspizieren. Anschließend verfolgte das Team die Bewegungen von Mensch und Roboter mit einem Ultraschall-Tracking-System. Sie fanden statistische Belege dafür, dass die Synchronisierung zwischen der Bewegung von Mensch und Roboter im Laufe der Zeit, wenn sich der Roboter innerhalb von zwei Metern befand, mit Veränderungen des selbstberichteten Vertrauens zusammenhängt. Benutzer, die ein geringeres Vertrauen in die Roboter angaben, spiegelten die Bewegungen der Roboter weniger. Das bedeutet, dass die Bewegungen von den Robotern möglicherweise als Indikator für Probleme mit dem Vertrauen des Benutzers in sie verwendet werden könnten. Und sie könnten vorbeugende Maßnahmen ergreifen, um zu versuchen, das Vertrauen zu verbessern oder wiederherzustellen, z.B. wenn sie einen Fehler gemacht haben und diesen wiedergutmachen müssen.