
Die Wirbelsäule während einer OP mit Ultraschall zu untersuchen: Mit dieser innovativen Medizinrobotik-Applikation hat ein Forscherteam aus Belgien und der Schweiz die Jury des Kuka Innovation Awards 2025 überzeugt und den Robotikwettbewerb gewonnen. Der Preis stand diesmal unter dem Motto Medical Robotics Challenge 2.0. Die fünf Finalteams des Wettbewerbs präsentierten während der gesamten Medica-Messe direkt am Kuka-Stand einem internationalen Fachpublikum ihre Konzepte für schonendere Operationen, bessere Vorsorgeuntersuchungen oder intelligente Roboterassistenten für die Medizin. Am vorletzten Messetag kürte eine internationale Jury das Gewinnerteam.
Die Platzierung von Pedikelschrauben (PSP) ist eine chirurgische Technik, die in der Wirbelsäulenchirurgie zur Stabilisierung der Wirbelsäule in einem anatomisch schwierigen Umfeld eingesetzt wird. Sie wird am häufigsten bei Wirbelsäulenfrakturen, Skoliose und degenerativen Bandscheibenerkrankungen eingesetzt. Das Team Ultratopia von der belgischen KU Leuven sowie dem Schweizer Balgrist University Hospital der Universität Zürich, Partner des EU-geförderten Faros-Projektes, hat damit einen Ansatz präsentiert, bei dem kollaborative Multi-Roboter-Systeme eingesetzt werden. Sie verbessern die Genauigkeit der PSP-Platzierung durch nichtradiative Bildgebung. Die Systeme umfassen einen Roboterarm, der mit Ultraschall ausgestattet ist, der den zweiten Roboterbohrarm während des Eingriffs überwacht und führt. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Präzision der PSP zu verbessern, Registrierungsfehler zu reduzieren und physiologische Bewegungen zu berücksichtigen, um letztendlich die chirurgischen Ergebnisse zu verbessern.















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