
Bei Doncasters Precision Castings in Bochum (DPC) entstehen im Präzisionsguss Lauf- und Leitschaufeln für stationäre Gasturbinenkraftwerke und für Flugzeugtriebwerke. In der vollautomatisierten Gussformproduktion wurde ein Robotergreifer mit einem Sensor nachgerüstet. Aufgabe des Sensors ist es, den Ausfahrzustand eines Bolzens zu detektieren, der die Gusstraube fixiert, bevor der Roboter sie in einem Becken dreidimensional so bewegt, dass auch Hinterschneidungen benetzt werden. Eine solche Abfrage ist grundsätzlich einfach realisierbar, z.B. mit einem Induktivsensor. Weil der Greifer aber um 360° drehbar sein muss, lässt sich in diesem Fall eine Stromversorgung und Signalzuführung schlecht realisieren. Die logische Lösung: ein (möglichst batteriebetriebener) Sensor, der das Signal ‚Bolzen ausgefahren‘ per Funk sendet.
In Abstimmung mit Steute wurde ein zylinderförmiger Funk-Induktivsensor vom Typ RF IS M 12 ausgewählt. Sowohl die Energieversorgung (per Batterie) als auch das Senden der Signale übernimmt ein separates, kompaktes Modul. Dabei kommt die von Steute entwickelte sWave-Funktechnik zum Einsatz, die auch unter ungünstigen Bedingungen im Industriebetrieb eine zuverlässige Signalübertragung zum zugehörigen Empfangsmodul gewährleistet.
Ein erster kabelloser Funksensor wurde zunächst testweise an einem Robotergreifer installiert. Das Ergebnis: Die Stellungsüberwachung funktioniert auch in Grenzbereichen einwandfrei; der Roboter startet nur dann, wenn der Bolzen vollständig in den Greifer eingefahren ist. Somit ist das Risiko einer Havarie oder Beschädigung sowohl der Anlage als auch der Gießformen ausgeschlossen. Doncasters wird daher sukzessive alle Roboter in der Formenproduktion mit den Funksensoren nachrüsten.


















