
Mehr Chaos, weniger Kosten
Zuvor erledigte ein Mitarbeiter die Bestückung des CNC-Bearbeitungszentrums. Dafür nahm er die Werkstücke auf, scannte den Barcode, legte sie in die Maschine und nach der Bearbeitung wieder ab. Rasch wird diese eintönige Arbeit anstrengend, und wirtschaftlich gesehen ist sie kaum effizient. „Ziel von MAB ist es, die Produktivität zu steigern, die Mitarbeiter besser einzusetzen und dadurch Kosten zu sparen“, erklärt Tobias Schwarz. Und der Senior Director Product Development bei Homag Bohrsysteme fährt fort: Ein Vorteil einer vollautomatischen Produktion sei, dass die Werkstücke vor der Bearbeitung nicht mehr sortiert werden müssen. „Das spart Zeit, was wiederum die Produktivität erhöht.“
Dem Roboter das Sehen beibringen
Die Herausforderung: eine neuartige Lösung entwickeln. Denn bislang gab es diesen Ansatz so noch nicht auf dem Markt. Auch für das Machine-Vision-System ist die Aufgabe schwierig. Erstens wegen der Vielfalt der Werkstücke, schließlich muss es auch verschiedene Dekore verarbeiten. Zweitens muss die Bildverarbeitung mit Umgebungslicht arbeiten: Nicht jeder Bereich ist gut ausgeleuchtet, was Systeme herausfordern kann, die Position der Werkstücke zu finden. Drittens ist es technisch anspruchsvoll, die Flächen flacher Bretter zu unterscheiden. „Trotzdem war klar, dass die Lösung auf Machine Vision beruhen musste“, erklärt Schwarz. „Wir mussten dem Roboter das Sehen beibringen.“ Mit Sensoren etwa wäre das nicht möglich gewesen. Für anspruchsvolle Robotikanwendungen entwickelt: Die drehbaren RQDR-Halter von FLEXA bieten eine platzsparende und robuste Kabelführung, die Cobots bei komplexen Bewegungsabläufen zuverlässig unterstützt. ‣ weiterlesen
Flexibler Kabelschutz für Cobots
Operatoren für (fast) alle Anwendungen
Die Lösung umfasst mehrere Hardwarekomponenten. Im Mittelpunkt steht ein Sechsachs-Roboter, als Endeffektor ein Vakuum-Flächengreifsystem. Am Greifarm des Roboters ist ein 3D-Laserscanner angebracht. Die Bohrungen selbst finden im CNC-Bearbeitungszentrum Drillteq V-310 statt. Bei der Software entschied sich Homag für MVTec Halcon. „Wir arbeiten schon länger mit der Software von MVTec und Halcon verfügt über viele Operatoren, mit denen sich fast alle Anwendungen umsetzen lassen“, sagt Schwarz. Zudem sei die Software flexibel kombinierbar mit verschiedenen Hardwares. „Und bei technischen Fragen kann man sich an den Kundenservice von MVTec wenden.“















