Roboter mit 3D-Blick

Die Roboterzelle bei MAB Möbel bearbeitet Werkstücke vollständig autonom.
Die Roboterzelle bei MAB Möbel bearbeitet Werkstücke vollständig autonom. – Bild: Homag GmbH

Qualität sichern, Potenziale bergen, Fachkräfte finden – Möbelfertiger stehen vor vielen Herausforderungen. Eine Lösung kann Automatisierung sein: Sie verringert Fehler, verbessert die Qualität und steigert die Effizienz. Zudem kann sie die Produktion beschleunigen, da sich Maschinen rund um die Uhr betreiben lassen und bei der Qualitätskontrolle schneller und genauer arbeiten als Menschen. Und schließlich können Betreiber ihre Mitarbeiter zielgerichteter einsetzen, indem sie eintönige und anstrengende Arbeiten automatisieren.

Roboter bestückt vollautomatisch

Eine Antwort auf diese Herausforderungen hat Homag Bohrsysteme entwickelt, eine Gesellschaft von Homag. Zum Portfolio gehören CNC-Bearbeitungszentren, Durchlauf-Bohrmaschinen, Bohr- und Dübeleintreibmaschinen ebenso wie Maschinen zur Bohr- und Beschlagsetztechnik. Eine neuentwickelte Lösung bestückt ein vertikales CNC-Bearbeitungszentrum vollautomatisch. Buchstäblich im Mittelpunkt: ein Roboter, der die Werkstücke von einem Stapel greift, der Maschine zuführt und nach der Bearbeitung entnimmt und ablegt.

Barcodes mit Bohrungsdetails

Der Clou: Jedes Werkstück ist individuell und in Form und Größe zuvor unbekannt. Zudem liegen sie chaotisch angeordnet auf einem Stapel. Die nötigen Informationen finden sich auf Barcodes auf den Werkstücken. Mit industrieller Bildverarbeitung erfolgt deren Bearbeitung autonom – trotz dieser Herausforderungen. Denn mithilfe der Machine-Vision-Software MVTec Halcon ist der Roboter imstande, die unterschiedlichen Werkstücke zu erkennen und sicher zu greifen. Dazu führt die Software Algorithmen aus, liest die Informationen der Barcodes aus und leitet sie an die Maschine weiter. Entsprechend dieser Informationen führt sie die geforderten, unterschiedlichen Bohrungen aus.

Automatisierung mit Sinn

Eine solche Homag-Maschine ist in der Schreinerei von MAB Möbel im Einsatz. Seit 1951 fertigt das Unternehmen aus dem schweizerischen Muotathal Möbel nach ökologischen und designorientierten Maßstäben. „Wir wollen uns mit sinnvollen Lösungen weiterentwickeln“, sagt Luca Zingg, Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortlich für die Unternehmensentwicklung bei MAB. „Die Zelle mit Laserscan und chaotischem Stapelbild war die Funktion, auf die wir gewartet haben: Sie wird unserem Losgröße-Eins-Ziel gerecht und bringt Automatisierung sinnig ein.“

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