Neues Whitepaper zum Potenzial autonomer Krankenhauslogistik

Elvio Whitepaper Charite Cover
Bild: Elvio Robotics GmbH

Wie autonome mobile Roboter die durch Fachkräftemangel, steigende Kosten und immer weniger verfügbares Personal verursachte Lücke in deutschen Krankenhäusern schließen können, zeigt ein neues Whitepaper des Instituts für Medizinische Informatik der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Das Whitepaper entstand in Zusammenarbeit mit dem Berliner Simulations- und Trainingszentrum (BeST) und Elvio Robotics. Das Münchner Robotik-Startup hat die Untersuchung beauftragt und finanziert; Methodik und Inhalte verantwortet das Institut für Medizinische Informatik der Charité. Die Ergebnisse liefern Krankenhäusern erstmals einen praxisorientierten Rahmen, um den Einsatz autonomer Robotik nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich und organisatorisch zu bewerten.

Eine zentrale Erkenntnis des Whitepapers: Der entscheidende Engpass in der Krankenhauslogistik sind primär nicht hohe Personalkosten, sondern zunehmend unbesetzte Stellen. Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Beschäftigten in patientenfernen Funktionsbereichen deutlich zurückgegangen. Bleiben Stellen in Logistik und Transport unbesetzt, verschwinden die Aufgaben jedoch nicht. Im Klinikalltag werden Boten- und Transportdienste deshalb teilweise von Pflegekräften übernommen – und nehmen Zeit in Anspruch, die dann für die Versorgung von Patienten fehlt.

Genau hier schlummern enorme Automatisierungspotenziale: Autonome mobile Roboter können standardisierte Transporte selbstständig übernehmen, Aufzüge nutzen und Güter über verschiedene Etagen hinweg bewegen. Insbesondere großvolumige Containertransporte mit Wäsche, Abfall, Speisen oder Sterilgut bieten großes Potenzial: Sie sind wiederkehrend, planbar und lassen sich in vielen Fällen weitgehend autonom durchführen.