Bausteine für eine einfache Programmierung

Sitesing 24-144 ABB Robotic
Intuitive No-Code-Tools und KI-gestützte Software senken die Einstiegshürden in die Robotik und machen sie selbst für Anwenderinnen und Anwender ohne Programmierkenntnisse schnell zugänglich. – Bild: ABB Robotics Deutschland GmbH

Der größte Hebel für eine schnelle Produktivität liegt in der Vereinfachung der Programmierung. Hier zeigt ABB Robotics mit Wizard Easy Programming, wie auch Anwenderinnen und Anwender ohne Programmiererfahrung in kurzer Zeit Ergebnisse erzielen können. Anstatt kryptische Code-Zeilen zu schreiben, nutzen sie eine grafische Drag&Drop-Oberfläche. Diese blockbasierte Methode ermöglicht es selbst Neulingen, innerhalb von Minuten funktionierende Programme für Aufgaben wie Lichtbogenschweißen oder Maschinenbeschickung zu erstellen. Diese einfache No-Code-Programmierung stellt ABB Robotics nicht nur für ihre kollaborativen Robotern wie GoFa zur Verfügung. Kundinnen und Kunden können die Software mittlerweile auch bei allen Sechsachs-Industrierobotern einsetzen, die von OmniCore-Steuerungsplattform angetrieben werden. Damit verschwindet die Trennung zwischen einfachen Cobots und komplexen Industriemaschinen in der Bedienphilosophie zunehmend. Für Expertinnen und Experten bietet der sogenannte Skill Creator zudem die Möglichkeit, eigene, hochspezifische Wizard-Blöcke zu erstellen und zu teilen. In Kombination mit der Lead-Through-Programmierung gelingt das Anlernen besonders einfach: Dabei lässt sich der Cobot mithilfe der grafischen Programmieroberfläche in Wizard und durch das Führen mit der Hand nur wenige Minuten nach der Installation vollumfänglich nutzen.

KI als intelligenter Copilot

Neben Wizard Easy Programming gibt es mit dem KI-Assistenten in der Offline-Programmier- und Simulationssoftware RobotStudio ein weiteres Tool von ABB Robotics, das die Roboterprogrammierung vereinfacht. Der AI Assistant nutzt ein Large Language Modell, um die menschliche Sprache zu interpretieren und wurde mit der vollständigen Bibliothek der ABB-Handbücher und weiterer Dokumentation trainiert. Er beantwortet Fragen, generiert einsatzbereite Codes, verbessert bestehende Routinen und hilft bei der Fehleranalyse. Damit macht er eine robotergestützte Automatisierung insbesondere für kleinere Unternehmen zugänglich, denen das entsprechende Roboter- und Programmier-Knowhow bisher gefehlt hat.

Individuelle Oberflächen

Die direkte Steuerung ist aber nur Teil der Gesamtprogrammierung eines Roboters. Gerade in Produktionsumgebungen kommt es auch auf klare und gut zu bedienende Benutzeroberflächen an. Hier setzt AppStudio an: Mit diesem No-Code-Tool lassen sich grafische Benutzeroberflächen für Roboter, die die OmniCore-Plattform nutzen, in Minuten statt Tagen erstellen. Nutzerinnen und Nutzer können für typische Anwendungsfälle aus einer cloudbasierten Bibliothek bestehende Templates, Modelle und Bausteine auswählen – verfügbar in zwanzig Sprachen. Per Drag&Drop lassen sich Symbole, Dropdown-Menüs und Schaltflächen hinzufügen, während ein Javascript-basierter Baukasten die Entwicklung eigener GUI-Elemente ermöglicht. Die Oberflächen können außerdem gezielt für verschiedene Geräte wie Tablets, Smartphones und das OmniCore-Handgerät FlexPendant angepasst werden.