
Wie gut sind Arbeitgeber- und Arbeitnehmerschaft auf die Ausbreitung von KI-Robotik in den Betrieben vorbereitet? Dieser Frage ist u.a. die Bonner Wirtschafts-Akademie in einer aktuellen Studie nachgegangen. Von 150 befragten Führungskräften und Gewerkschaftsfunktionären sind 48 Prozent überzeugt, dass diese Entwicklung neue Mitbestimmungsthemen aufwerfen wird. Denn wenn – wie die Studie prognostiziert – humanoide KI-Roboter innerhalb der nächsten 15 Jahre in die Betriebe einziehen, könnten sie rund die Hälfte aller Arbeitsplätze ersetzen. Mehr als die Hälfte der Befragten hält dieses Szenario für realistisch.
Doch wie weit ist die Entwicklung tatsächlich fortgeschritten? Einen umfassenden Blick in die Gegenwart von KI und Robotik bieten wir in unserem Themenspecial ‚Digitalisierung und KI‘ (ab S. 42). Hier zeigen wir, wie sich KI in der industriellen Praxis bewährt – z.B. beim Scara Tog.519 von Schubert, der mithilfe trainierter KI ungeordnete Produkte vom Förderband greift (S. 42), oder dem System von Sereact, das die Produktivität in Umgebungen mit komplexen Pick-Prozessen durch KI-basierte Software steigert (S. 46). Auch jenseits des klassischen KI-Einsatzes schreitet die Digitalisierung voran: Die autonomen Roboter von Dexory erstellen digitale Zwillinge von Lagerumgebungen (S. 44), während die automatisierte Roboterprogrammierung von Byte Robotics den Zeitaufwand drastisch senken kann (S. 48). Mit der KI-gestützten Software von T-Robotics lassen sich Roboter ohne Fachwissen programmieren (S. 52). Und im Interview erklärt Wandelbots-CoS Martin Wanitschke, welche Potenziale in der Verbindung von Digital Twin und Reinforcement Learning liegen (S. 50).
Neben Technologie und Forschung kommt auch die menschliche Seite der Automatisierung zu Wort: In der neuen Ausgabe der Reihe ‚Frauen an der Spitze der Automatisierung‘ (S. 16) spricht
Susanne Nördinger, die kürzlich von der IFR zu den Top 10 Women in Robotics 2025 gewählt wurde, über ihre Leidenschaft für Technik und betont, wie wichtig Sichtbarkeit für den beruflichen Erfolg ist.
Und damit auch Sie, werte Leserschaft, zu Wort kommen, haben wir außerdem eine Leseumfrage gestartet. Uns interessiert, was Sie sich von einer Fachzeitschrift für industrielle Robotik und Automatisierung wünschen: mehr Praxisbeispiele, mehr Trendanalysen oder tiefere Hintergrundberichte? Sagen Sie es uns direkt – und ich verspreche: Ihr Feedback wird gehört und fließt in die kommenden Ausgaben ein.
In diesem Sinne wünsche ich eine spannende und inspirierende Lektüre!















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